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Kurzbeschreibung

Ich bin wütend! Alle aus meiner Klasse sind irgendwo in den Ferien, während ich hier die Kübel schleppe: leere Kübel von der Futterstiege vor dem Kuhstall holen, die Hofmauer entlang zum Vorhaus gehen. Über die Dachbodenstiege hinauf ganz nach hinten, dort den Schlüssel in der rostigen Eisentüre der Getreidekammer drehen, die Tür springt auf, gemahlenes Getreide in die beiden Kübel schaufeln und den ganzen Weg wieder zurück. Jeden Abend mache ich das dreimal, wenn Heidi sich nicht blicken lässt. Und die lässt sich meistens nicht blicken!


Rezensionen
Astrid Windtner: Szenen einer Kindheit

„Oma erklärt mir den Unterschied zwischen Hundsveilchen und echten Veilchen. Hundsveilchen sind blasser und duften nicht. Oma will unbedingt echte Veilchen. Und dann erzählt sie, dass Opa ihr einmal echte Veilchen geschenkt hat.“

Die titelgebenden „Hundsveilchen“ stehen im Mittelpunkt einer Szene aus der Kindheit der Autorin Anita Lehner. Auf einem kleinen Bauernhof in Oberösterreich aufgewachsen, erzählt sie von ihren Erinnerungen in kurzen Sequenzen. Die Autorin erlaubt den Leserinnen und Lesern dadurch einen sehr persönlichen Einblick in ihre Kindheitserinnerungen, der trotz der Kürze der Szenen, sehr unmittelbar und fesselnd ist. Im Nachwort schreibt Anita Lehner: „Hundsveilchen“ möchte um seiner selbst willen gelesen werden. Es will nicht nach historischen Tatsachen“ untersucht, oder wegen seiner „Moral“ geschätzt werden.

(Astrid Windtner, Rezension im Kulturbericht Oberösterreich. Monatsschrift der OÖ Kultur, 70. Jg., Folge 10, 12.2016, S. 14)