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Kurzbeschreibung

[Hrsg.: Christian Teissl. Koordination u. Projektleitung: Peter Leisch. Illustrationen: Susanne Purviance.]
[Mit Textbeiträgen von Günther Androsch, Peter Assmann, René Bauer, Claudia Bitter, Isabella Breier, Andrea Drumbl, Ulrike Fellnhofer-Lamm, Eva Fischer, David Fuchs, Dietmar Füssel, Alfred Gelbmann, Rudolf Habringer, Lydia Haider, Christoph Janacs, Elfe Koplinger, Peter Landerl, Bernhard Lang, Sibylle Lang, Marie Luise Lehner, Liane Locker, Christian Loidl, Stefan Maurer, Dominika Meindl, Kurt Mitterndorfer, Birgit Müller-Wieland, Helmut Neundlinger, Ines Oppitz, Wilhelm Rager, Stefan Reiser, Alois Reiter, Birgit Rivero, Helmut Rizy, Silvana Steinbacher, Richard Wall, Bernhard Widder & Hansjörg Zauner.]



Walter Wippersberg beklagte in einem Essay aus dem Jahr 1995 das Fehlen eines literarischen Zentrums in Oberösterreich. Seine oberösterreichischen Kollegen sah er „übers ganze Land verstreut in ihren Dichterstuben hocken (…), noch einzelgängerischer als Autoren ohnehin sind, auch noch isolierter.“

Vor solchem Hintergrund konnte und musste der literarische Almanach der Stadt Linz von Anbeginn vor allem eines sein: ein Ort, an dem Einzelgänger einander begegnen, in schöner Regelmäßigkeit, Jahr für Jahr. Ein solcher Ort sind die Facetten, wie ich meine, bis heute geblieben, mag sich die literarische Landschaft ringsum auch gewandelt haben von Grund auf, mögen mittlerweile auch neue Nischen sich aufgetan haben, in Stadt und Land neue literarische Foren und Plattformen entstanden sein.

Bei einer Anthologie ohne jede thematische Klammer handelt es sich für gewöhnlich entweder um eine Blütenlese oder um das gemeinsame Buch einer Dichtergruppe mit einem bestimmten, mehr oder minder forcierten Programm. Der vorliegende Band ist, gemäß der Tradition der Facetten, weder das eine noch das andere; er gibt keiner bestimmten literarischen Strömung den Vorzug, sondern bietet, wie alle seine Vorgänger, Werkproben oberösterreichischer Autorinnen und Autoren, neue Texte, zwischen denen sich mitunter erstaunliche Korrespondenzen ergeben.

(Christian Teissl im Vorwort)