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Kurzbeschreibung

[Umschlagfoto: Erich Perhab]

Mit „Langsame Einkehr“ setzt Peter Reutterer seine Serie von Gedichten, die Geschichten erzählen, fort. Auch in diesen lyrischen, prosaischen Textgebilden geht es um reichlich Schräges, was sich im schönen Alpenland, aber auch in der neoliberalen Welt und in der Schule zur Realsatire ausgewachsen hat. Dazwischen Privates, Meditatives und Sprachmusikalisches. Nicht von ungefähr kommt der Anklang des Titels an ein Werk Peter Handkes: Peter Reutterer hat sich dem Finden poetischer Gebilde verschrieben. Dafür ist es unabdinglich, bei sich oder einer Örtlichkeit „einzukehren“.


Nachsommer

Ende Oktober sitzen
Mädchen noch im grünen Gras
an der Salzach
und Frauen lesen Bücher
auf den Bänken
am Ufer



Rezensionen
Kurt Rebol: Peter Reutterer, „Langsame Einkehr“

Peter Reutterer spannt in der von ihm entwickelten Tradition von Gedichten mit Geschichten einen weiten Bogen der „langsamen Einkehr“. In seinen Miniaturen reflektiert er über das Leben auf dem Land, teilt Reiseimpressionen, lässt die Erfahrung des Älterwerdens sowie Brüche in Biographien zu Wort kommen und erschließt sich in poetischer Form die „conditio humana“, die sich immer wieder auch in der Natur spiegelt.

Es sind zum Teil leise Beobachtungen, aber auch pointierte Zugänge zu existentiellen Fragen, manchmal auch der Realsatire, die einander abwechseln. Es ist eine Spurensuche, die auf verschiedene Ankünfte mitten im Leben gerichtet ist.

(Kurt Rebol, Rezension für das das Internetmagazin Dorfzeitung, online veröffentlicht am [4.?] Dezember 2020)


https://dorfzeitung.com/archive/78644