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Kurzbeschreibung

Zurück am Haus, hörte ich ein Räuspern in meinem Rücken. Als ich mich umdrehte, stand Hölderlin im Fenster. Er lehnte mit dem Kopf gegen die Mauer und schaute an mir vorbei auf eine imaginäre Stelle im Raum, wer weiß, was er da sah. Der Schreck, der mich erfasst hatte, wurde auch nicht kleiner, als ich merkte, dass er mich wie Luft behandelte.

Klaus Voswinckels Tarantella-Roman beginnt in Kappadokien. Dort memoriert der Erzähler die Ereignisse eines langen Sommers in Apulien, wo er einen Film über die Musik des Südens vorbereitet hat und dabei immer wieder fremden, merkwürdig vertrauten Besuchern aus einer anderen Zeit begegnet ist.
Er erlebt die ganze Vielfalt der Tarantella am eigenen Leib, von ihren rituellen Formen bis zum ausgelassenen Fest, vom Stich der Tarantel bis zu dem Tag, an dem Hölderlin tanzt. Die Rhythmen der Musik nehmen Einfl uss auf den Gang der Dinge in ein Abenteuer hinein, das schließlich zurück nach Kappadokien führt. Wie das möglich ist, das gehört zu den Geheimnissen und Spannungsmomenten des Buchs.
Die Tarantella hat die Kraft, das Verdrängte und Ausgegrenzte wachzurufen.