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Kurzbeschreibung

Der Mond schimmert schwach, als wäre er mit weggeworfener Zeitung verdeckt. Als hätte Willy den Auftrag, einen romantischen Mond auszusuchen, ignoriert und einfach den erstbesten Horrorfilm-Mond auf den Himmel geknallt. Der Mond ist ein Loser, einsam und alt wie …
„Fuck you“, sagt der Mond.


Witzig und ausdrucksstark erzählt Wolfgang Knabl von zwei Ausgebeuteten und Betrogenen aus der Mitte der Gesellschaft: Redakteurin Nadja und Bundesheer-Offizier Otto wollen sich gemeinsam holen, was ihnen ihrer Meinung nach zusteht – und reizen dabei in temporeichen, philosophisch grundierten Settings nicht nur ihre moralischen Grenzen aus.

‚Johnny Endlich‘, die Musik: www.johnnyendlich.com



Rezensionen
Birgit Böhm-Ritter: „Johnny Endlich“: Neusiedler Autor präsentiert zweiten Roman

Der Journalist und Autor Wolfgang Knabl aus dem Bezirk Neusiedl hat rechtzeitig vor Weihnachten sein zweites fiktives Werk herausgebracht.

Was haben Josef Hader, Ute Bock und ein Obdachloser vom Neunerhaus miteinander zu tun? Es sind einige der interessantesten Gesprächspartner, die der Neusiedler Wolfgang Knabl bereits interviewen durfte. Seit rund 20 Jahren arbeitet Knabl als freier Journalist in Wien. Seine Erfahrungen hat er nun in einem Roman verpackt.
„Johnny Endlich“ hat es gerade noch vor Weihnachten aus der Druckerpresse geschafft. Der eigentliche Erscheinungstermin im Sommer hat kurioserweise aufgrund von Papiermangel nicht gehalten.
Knabl erzählt in seinem Roman von zwei Ausgebeuteten und Betrogenen aus der Mitte der Gesellschaft: Redakteurin Nadja und Bundesheer-Offizier Otto wollen sich gemeinsam holen, was ihnen ihrer Meinung nach zusteht – und reizen dabei in temporeichen, philosophisch grundierten Settings nicht nur ihre moralischen Grenzen aus.
„Johnny Endlich“ weist starke autobiografische Züge auf. Er habe in der Medienbranche – vor allem in seiner Anfangszeit als freier Journalist – vieles erlebt, was nun auch in seinem Roman passiert, erzählt Knabl der BVZ. Als Hauptfigur hat er allerdings bewusst eine Frau gewählt: „Um etwas Abstand zu gewinnen“, schmunzelt er. Außerdem liebt er es, in andere Rollen zu schlüpfen. Das mache auch den Unterschied zu seiner journalistischen Arbeit aus. Die Fiktion sei der Ausgleich zum täglichen Recherchieren und Fakten checken: „Im Roman kann die Geschichte so laufen, wie ich es will“, sagt der 48-Jährige.
Auf die Frage, ob es schwierig gewesen sei, die Frauenperspektive einzunehmen, beschwichtigt er: „Ich glaube, es gibt gar nicht so viele Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Frauen und Männer ticken in vielen Bereichen gleich.“
Der Titel des Buches „Johnny Endlich“ weist übrigens keine Berührungspunkte mit der Mr. Bean-Komödie „Johnny English“ auf, sondern findet seinen Ursprung wieder beim Autor selbst. Er schreibt für einen Musiker Texte, die beiden gemeinsam sind „Johnny Endlich“. „Genau das Gleiche macht auch meine Hauptfigur“, erklärt Knabl den Buchtitel und erzählt über den Song „Wellenreiten“: „Die Textpassage ‚Wer bist du, was hast du vor‘ beschäftigt auch die Charaktere im Buch.“
Sein Romandebüt gab Knabl übrigens schon 2015 mit „Notstand“. Und auch für Roman Nummer 3 hat der Neusiedler schon einige Ideen.

(Birgit Böhm-Ritter, Rezension in der BVZ [Burgenländischen Volkszeitung] Ausgabe Neusiedl, online veröffentlicht am 4. Dezember 2021)


https://www.bvz.at/neusiedl/wolfgang-knabl-johnny-endlich-neusiedler-autor-praesentiert-zweiten-roman-neusiedl-am-see-johnny-endlich-literatur-wolfgang-knabls-print-303852286