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Manuelle Bildung

Vom Lernen mit den Händen · [Praxis / Theorie / Philosophie / Geschichte / Kunst]

Peter Deinhammer

ISBN: 978-3-99126-260-2
24,5×17 cm, 352 Seiten, zahlr. farb. Abb., graph. Darst., Hardcover m. Lesebändchen
38,00 €
Lieferbar

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Leseprobe (PDF)



Kurzbeschreibung

Unsere Hände sind geniale Werkzeuge, die in ihrer Beschaffenheit weder Mode, noch wirtschaftlicher Verwertbarkeit, noch technischem Fortschritt gehorchen. Sie sind uns einfach angeboren und bieten seit Jahrtausenden die gleichen Funktionen. Doch diese wollen erstmal gelernt sein. Von mühevollen Bildungsprozessen ist daher in diesem Buch zu lesen, das Lernen mit den Händen wird aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, vor allem aber sind hier Texte zusammengetragen, die ein ruhiges Lied der Zufriedenheit auf die Arbeit mit den Händen anstimmen.

Nicht, dass in der Handarbeit die Zukunft der Erwerbsarbeit läge. Doch Arbeit als sinnvoll zu erleben, ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Mit den Händen kommt die Sinnlichkeit ins Spiel, und mit der Sinnlichkeit die Sinnerfahrung. Und das ist bei Gott nicht wenig, in einer Zeit, in der alle eifrig nach dem guten Leben suchen und sich Sorgen um die Zukunft der Arbeit machen. Sinnvolle Arbeit altert nicht.


[Hrsg. von Peter Deinhammer |
Mit Beiträgen von Andreas Alber, Bernadette Baldauf, Alois Brandstetter, Gion A. Caminada, Anna Deinhammer, Peter Deinhammer, Barbara Denicolò, Josef Derflinger, Marina Einwaller, Georg Friedl, Paul Fuchs, Marianne Gronemeyer, Klaudius Hartl, Susanne Hennerbichler, Friedrich Idam, Hugo Kükelhaus, Hans Kumpfmüller, Regina Lint, Hans Stefan Moritsch, Jürgen Münch, Josef Oberhuemer, Julia Pintsuk-Christof, Matthias Radner, Christine Reitinger, Hans Schachl, Siljarosa Schletterer, Günther Straub, Anton Voigt, Barbara B. Weinberger, Franziska Aline Wolke, Wolfgang Josef Wurm, Ludwig Wüst]


Rezensionen
Sieghard Scheffczyk: Hommage an unsere Hände

In diesem Sammelwerk hat der Herausgeber eine fachkundige Autorenschaft versammelt, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln die Einzigartigkeit menschlicher Hände und deren Fähigkeiten beleuchtet. Diese „Wunder der Evolution“, denen wir im Alltag oft kaum Beachtung schenken, werden aus Perspektiven von Praxis, Theorie, Philosophie, Geschichte und Kunst betrachtet. Die sechs Kapitel spiegeln die Vielfalt an Professionen und Sichtweisen der Autorinnen und Autoren wider. Der Rezensent, der das Werk mit großer Aufmerksamkeit gelesen hat, war vom breiten Spektrum der Darstellungen nahezu „überwältigt“, wenn auch nicht jedem Beitrag gleichermaßen zugeneigt. Besonders wichtig erscheint ihm, dass der praktischen „Ausbildung der Hand“ der Stellenwert eingeräumt wird, der in der heutigen (schulischen) Bildung in Deutschland und Österreich seiner Meinung nach zu kurz kommt. Dadurch bleiben Talente unentdeckt, handwerkliche und technische Berufe verlieren an Attraktivität und Nachwuchsprobleme verschärfen sich, während immer mehr Schulabgänger einen akademischen Weg anstreben. Diese Entwicklung beruht auch auf einer Überbewertung intellektueller Fähigkeiten gegenüber handwerklichen Fertigkeiten – sei es, weil man sich „die Hände nicht mehr schmutzig machen“ will oder körperliche Arbeit als überholt und durch Roboter ersetzbar betrachtet. Dass gezielte Handbildung wesentlich zu einer harmonischen Persönlichkeitsentwicklung beiträgt – denn die Hand kann und „will“ mehr als Tastaturen bedienen – wird in Öffentlichkeit und Fachliteratur unterschätzt. Herausgeber, Autorinnen und Autoren sowie Verlag, Hugo Kükelhaus Stiftung und Wirtschaftskammer Oberösterreich verdienen Dank für ein Werk, das der manuellen Bildung gebührenden Rang verleiht und in keiner Fachbibliothek fehlen sollte. Wieder einmal setzt ein Werk aus Österreich Maßstäbe für Deutschland.

(Sieghard Scheffczyk, Rezension in KON TE XIS #88_2025, S. 15)


https://www.tjfbg.de/fileadmin/tjfbg/user_upload/service/zeitschriften/Kontexis_88.pdf#page=15



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