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Mich lass mit mir zurück

Lyrik

Ecevit Ari

ISBN: 978-3-99126-408-8
21×12,5 cm, 112 Seiten, fadengeheftetes Hardcover
15,00 €
Neuerscheinung

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Leseprobe (PDF)



Kurzbeschreibung

Die erste Zeit meines Lebens
verbrachte ich mit Schweigen.
Ich liebte es zuzuhören.

Über die formale Sprache
der Mathematik
fand ich zu jener
der Poesie.

Ich bin ein Schreiber.



Das Gedicht, gesungen oder rezitiert, kodiert oder in Psalmen verewigt, löst etwas aus in uns. Es löst etwas aus dem Menschen heraus, das im Verborgenen liegt: das Herz wird Schale um Schale – einer Zwiebel gleich – von innen her offengelegt. Sowohl der Mensch, der das Gedicht verfasst und darin seine augenblickliche Verfassung manifestiert, als auch der Mensch, der das Gedicht liest oder hört und seine Verfassung dadurch eine Wandlung, eine Transformation seines Ichs, erfährt, sie beide sind einer dynamischen Veränderung unterworfen: das Gedicht macht aus uns und mit uns etwas, und in diesem Sinne sprachen die Griechen von der Dichtung als ποίησις (poiesis). Dichtung, sei es in stiller Lektüre oder agitierter Rezitation, sei es vorgetragen von einer anonymen Stimme im Radio oder von einem Schauspieler in einem Theaterstück auf einer Theaterbühne, verändert uns, und in diesem Ausmaß der Veränderung bildet sie etwas in uns heran, sie führt uns zu uns selbst und wieder hinaus in die Welt nach außen – zu den Orten des Handelns.

(Ecevit Ari)




Ecevits Lyrik besteht aus wiederkehrenden Motiven. Ein uraltes Thema, das immer wieder zur Geltung kommt, zeigt sich bereits im Titel. Zärtlich wendet er sich seinem Gegenüber zu und knüpft damit an die Tradition der Liebeslyrik an. Die Gedichte sind zudem durchzogen von überraschenden Metaphern aus der Körperlichkeit der Medizin und der wiederkehrenden Verwendung der Farbpalette als symbolisches, manchmal metaphorisches Fundament. Charakteristisch ist schließlich auch die Reduktion auf das Wesentliche: einfache Formen, starke Symbole, prägnante Worte. Die Freude am Schmieden der Sprache, am präzisen Formulieren, wird in jedem Vers spürbar; hier zeigt sich die Begeisterung des Autors für die Kraft des poetischen Wortes.


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