Ada jagt ein Phantom
Bernadette Konzett, Horst Krieg
ISBN: 978-3-99126-419-4
19×11,5 cm, 216 Seiten, zahlr. S/W-Abb., fadengeheftetes Hardcover
18,00 €
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Kurzbeschreibung
Wer hat das Feuer in der Schlossbibliothek gelegt? Wer schreibt die Drohbriefe? Wer lügt – nicht? Die Spurensuche ihres Detektivklubs „Dunkle Augen“ stellt Ada, Zabiullah und die Kinder aus dem Schloss vor immer neue Rätsel. Es ist, als jagten sie ein Phantom!
Der dritte Teil der Ada-Reihe ist ein Kinder- und Jugendroman, der klassische Detektivspannung mit aktuellen Themen wie Freundschaft, Familie und Selbstbehauptung verbindet. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive der fast zwölfjährigen Ada, die in ein Netz aus Rätseln und Gefahren gerät. Ausgangspunkt ist ein Brand in der Schlossbibliothek, gefolgt von anonymen Drohbriefen, ausgebrochenen Hirschen und der bedrohlichen Frage, ob jemand gezielt die Familie ihrer Freunde zerstören will.
Bernadette Konzett überzeugt mit lebendigen Dialogen, humorvoller Selbstreflexion der Erzählerin und der authentischen Darstellung kindlicher Perspektiven. Sie thematisiert Verantwortung und Loyalität, verpackt in eine spannende, emotional vielschichtige Geschichte, die ein junges Publikum fesselt und zugleich Werte vermittelt. Der Text ist wieder angereichert durch die Zeichnungen von Horst Krieg, die dem Geschehen zwischendurch eine visuelle Note verleihen.
[Mit Zeichnungen von Horst Krieg]
Rezensionen
Christian Robatscher: Wenn die Kinder zu Detektiven werdenGanz frisch auf dem Tisch stapelte sich neben den anderen Büchern der dritte Band der bekannten Ada-Reihe von Bernadette Konzett. Erschienen ist er im Verlag Bibliothek der [Provinz]. „Ich habe es selber erst gestern Abend zum ersten Mal in den Händen gehalten, es ist sich gerade noch ausgegangen, dass ich es am Mittwoch auf der Buch am Bach präsentieren konnte“, erzählt die in Dalaas geborene Autorin, die ihr neuestes Werk den Titel „Ada jagt ein Phantom“ gab. Damit erlebten die Teilnehmenden an ihrer Lesung eine echte Premiere, die an Spannung nicht zu überbieten war.
Auch für Konzett war die Teilnahme an der VN-Kinder- und Jugendbuchmesse Buch am Bach Neuland, war sie doch zum ersten Mal dabei. „Ich bin wirklich sehr beeindruckt, wie viel Kinder zur Messe kommen. Die Veranstaltung ist großartig, weil sie auch die Lust an Büchern und das Lesen fördert.“ Dazu tragen freilich, auch die Autoren und Autorinnen maßgeblich bei, weil sie in ihren Lesungen die Kinder aktiv einbinden und zum Mitmachen animieren.
Wer ist der hinterlistige Täter?
Bei Bernadette Konzett gilt es etwa, einem hinterlistigen Täter auf die Spur zu kommen. Dafür stellte sie den Schülern und Schülerinnen der Mittelschule Bludenz vier Aufgaben und ließ auch in Plastiktüten verpackte Indizien durch die Reihe gehen. Eine Zigarettenkippe, eine Dose und ein Schuh sollen den Spürnasen dabei helfen, ihre Vermutungen anzustellen bzw. den Täter zu überführen. Sind Fingerabdrücke drauf? Welche Größe hat der Schuh? Oder gibt es gar DNA-Spuren? In ihrer neuesten Geschichte müssen Protagonistin Ada und ihr Detektivklub „Dunkle Augen“ einen Brand in der Schlossbibliothek aufklären. Dabei gerät die fast zwölfjährige Ada in ein Netz aus Rätseln und Gefahren mit anonymen Drohbriefen und ausgebrochenen Hirschen. Will gar jemand gezielt ihre Familie und Freunde zerstören? Eines ist sicher, dass dies unbedingt verhindert werden muss. Die Schüler und Schülerinnen hatten bei ihren detektivischen Ermittlungen auch schon ihren Verdacht. „Ich sag es euch wer es war“, schien die Autorin die Anwesenden tatsächlich einzuweihen. Um dann doch ergänzend hinzuzufügen, dass das Ende natürlich nicht verraten wird, um den Kindern die Spannung beim Lesen nicht zu nehmen. […]
([CRO], Rezension erschienen in den Vorarlberger Nachrichten vom 25. Juni 2026, S. A4)
Dagmar Mägdefrau: [Rezension]
Auf dem Cover sehen wir Ada und ihren Freund Zabiullah vor dem Bild mit der blauen Frau. Dieses Bild hing bis zum Umzug bei Adas Großeltern und erst jetzt bemerkt Ada, dass das Bild verschwunden ist.
Es sind Sommerferien und Zabiullah ist zu Ada nach Wien gekommen. Da sein Onkel plötzlich erkrankt ist, darf er bei Ada wohnen. Die beiden sind unterwegs, um Abenteuer zu erleben, da kommt ihnen die Suche nach dem verschwunden Bild gerade recht. In der Straße gibt es eine Antiquitätenhandlung, deren Besitzer, ein sehr unangenehmer Mann, sehr unfreundlich zu den Kindern ist. Seinem Neffen Mirco gegenüber wird er sogar gewalttätig. Außerdem beobachten die beiden Kinder in der Nacht eine Lieferung in den Laden. Ada durfte in den Ferien den Hamster der Klasse mit nach Hause nehmen, doch dann ist er verschwunden und Ada fürchtet sich vor den Folgen. Darüber kommt es zwischen Ada und Zabiullah zu einem schlimmen Streit.
Die Geschichte hat viele Facetten, da geht es um eine Freundschaft, die auf eine harte Probe gestellt wird, um berufstätige Eltern, krumme Geschäfte, Probleme mit den Mitschüler*innen, einen verlorenen Klassen-Hamster und um ganz viel Spannung. Neben dem gut lesbaren Text gibt es einige sehr schön gezeichnet Szenen, die sehr realistisch die Situation schildern. Sehr gut gefällt mir, dass Ada, die uns ihr Abenteuer erzählt, nicht immer in einem guten Licht da steht. Sie macht Fehler und es kostet sie einige Überwindung, sie einzugestehen. Das macht sie aber gerade liebenswert.
(Dagmar Mägdefrau, Rezension erschienen am Instagram-Kanal kinderliteratur.verein des Vereins zur Förderung der Kinder- und Jugendliteratur e.V., veröffentlicht am 5. August 2026)
Christiane – Leseförderung & Kinderbuchtipps (@buecherliebe.lernen): [Rezension]
Wie schön, dass wir weitere Abenteuer von Ada und Zabiullah erleben können. Im Vergleich zu anderen Kriminalgeschichten, die zwar spannend, aber doch auch recht eindimensional sind, bietet dieser Roman deutlich mehr.
Worum geht’s es?
Im Schloss brennt die alte Bibliothek nieder. Und Ada ist mit Zabiullah mitten drin. Die beiden haben Adas Mutter begleitet, die dort an einem Führungskräfte-Coaching teilnimmt. Es bleibt jedoch nicht bei dem unerklärlichen Brand… Es folgen Drohbriefen an Barbara, die mit ihren Kindern im Schloss wohnt, und weitere unheimliche Vorfälle. Um die Vorkommnisse aufzuklären, tun sich die zwei mit den Kinder Barbaras zusammen und gründen einen Detektivclub. Doch es ist, als jagten sie ein Phantom, dass nicht geschnappt werden kann.
Mein Eindruck
Wir haben hier eine Detektivgeschichte, mit vielschichtigen Charakteren und Beziehungen und einer starken Mädchenfigur. Ich finde es wieder gelungen, wie neben der Lösung des Falles auch das Thema Freundschaft und Eifersucht feinfühlig und klischeesensibel eingeflochten wird.
Der Fall ist kniffelig und hält einige Überraschungen bereit; es ist für das Alter angemessen aufregend oder große Action oder Gewaltszenen.
Leo sitzt im Rollstuhl; ich finde es gut, dass das Thema in die Geschichte integriert wird und dabei z.B thematisiert wird, wie Leo sich fühlt, wenn man mit ihm Mitleid hat. Das kann Kinder sensibilisieren und Handlungssicherheit im Umgang geben.
([Christiane Coxilha Höltmann], Rezension auf ihrem Instagram-Account buecherliebe.lernen, veröffentlicht am 2. September 2026)
https://www.instagram.com/buecherliebe.lernen/p/DcxsXXXjI3g/