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Das Mostviertel

Kunst, Kultur und Küche

Christa Fischer-Korp

ISBN: 978-3-85252-761-1
28×24 cm, 224 Seiten, zahlr. farb. Abb., Kt., Hardcover m. Schutzumschl.
23,00 €
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Kurzbeschreibung

Wo erstreckt sich nun eigentlich dieses sagenhafte Mostviertel? Eines ist schon klar geworden, es ist eines der vier Viertel von Niederösterreich und es befindet sich im Südwesten des Landes. Die westliche Grenze ist die gegen Oberösterreich. Sie beginnt in der Nähe der Stadt Enns, verläuft entlang des Flusses Enns bis ungefähr zur Stadt Steyr und macht dann einen Schwenk nach Osten bis 20 Kilometer südlich der Stadt Waidhofen. Von hier verläuft die Grenze wieder Richtung Süden bis zur Voralm.

Die südliche Grenze zieht sich von der Voralm über den Gamsstein, das Hochkar und den Großen Zellerhut zum Erlaufsee.

Von dort aus verläuft die östliche Grenze entlang dem unmittelbaren Ötschergebiet nach Annaberg und Tür­nitz und folgt dann dem Traisental bis zur Donau. Die nördliche Grenze bildet die Donau.

Grob lässt sich das Mostviertel in mehrere große Regionen einteilen, wie das Alpenvorland, die Region der sogenannten »Eisenwurzen«, den Dunkelsteiner Wald und das Gebiet um den Ötscher.

Sanft ist die Landschaft überall; einerseits die sanf­ten Wiesen und Felder, dann die sanft geschwungenen Hügel; selbst die Berge sind als sanft zu bezeichnen, wenngleich einige von ihnen auch ordentliche Felswände aufweisen. Das Mostviertel ist eine sehnsuchtsvolle Landschaft; das Empfinden der Sehnsucht nach der Kindheit, so geht es mir zumindest immer, die Sehnsucht, dass hier das wunderbare Zusammenspiel zwischen Natur und Mensch erhalten bleiben möge, und manchmal die Sehnsucht, im Augenblick ewig verweilen zu können.

Das Alpenvorland liegt wie ein bunter Teppich zwi­schen der Donau und den Bergen. Herrliche Birnbäu­me, riesige Felder und Wiesen, bucklige Erhe­bun­gen, prächtige Höfe und liebliche Orte bezaubern den Betrachter.

Das Gebiet der Eisenwurzen durchzieht drei Bun­desländer, nämlich Oberösterreich, die Steiermark und Niederösterreich. Hier wurden über Jahrhunderte die Erzvorräte abgebaut, verhüttet und verarbeitet. Die in großen Mengen vorhandene Wasserkraft stellte die Energie zur Verfügung und die vor Ort produzierte Holzkohle bester Qualität sicherte die Hitze, die man zum Schmieden des Eisens brauchte. Die Versorgung der schwer arbeitenden Menschen in den eisenverarbeitenden Gebieten wurde von den Bauern im Alpenvorland sichergestellt.

Die größten Produzenten von Eisenwaren wurden »schwarze Grafen« genannt; diesen adeligen Bei­na­men führten die Hammerherren dieser Gegend. Mit der Industrialisierung begann der Niedergang dieses Gewerbes, die großen Hammerwerke verfielen und wurden erst vor einigen Jahren vom »Verein Niederösterreichische Eisenstraße« und privaten Interessenten revitalisiert. Den wunderbaren Häusern der Hammerherren ging es da besser, ein Großteil von ihnen ist noch heute von den ursprünglichen Familien bewohnt, die sie mit viel Liebe in ihrem ursprünglichen Zustand, sozusagen als in Mauern gegossene Erinnerung an eine große Vergangenheit, erhalten.

Das Gebiet um den Ötscher lockt Wanderer, Schifahrer und Sommerfrischler gleichermaßen an. Der majestätische Berg war gleichsam immer von Mythen und Sagen umrankt und das wildromantische Gebiet ist Heimat vieler seltener Orchideenarten.

Der Dunkelsteiner Wald, geologisch betrachtet ein Teil des Waldviertels, ist ein fast einsames Hochland, in dem man immer wieder überraschend auf Ruinen, Burgen und Klöster stößt. So fern der Welt einem der Dunkelsteiner Wald vorkommen mag, dort wo er an die Donau stößt, brandet touristisches Leben an absteigende Bergrücken.



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