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„150 Jahre 1. Wiener Hochquellenwasserleitung 1873–2023“: Filmvorführung und Buchpräsentation im Wasserturm Favoriten

Fr 01. Sep 2023 um 18:30


Ort:

Wasserturm Favoriten, Windtenstraße 3, 1100 Wien
Öffentliche Anfahrt: Straßenbahnlinie 1, Endstation Stefan-Fadinger-Platz oder Buslinie 261, Station Spinnerin am Kreuz

Wir bitten um Anmeldung via verlag@bibliothekderprovinz.at

Kurzbeschreibung

FILMVORFÜHRUNG | BUCHPRÄSENTATION
»150 JAHRE 1. WIENER HOCHQUELLENWASSERLEITUNG 1873–2023« | »DIE BRUNNEN WIENS«
Freitag, 1. September 2023, 18.30 Uhr
Wasserturm Favoriten, Windtenstraße 3, 1100 Wien
Öffentliche Anfahrt: Straßenbahnlinie 1, Endstation Stefan-Fadinger-Platz; Buslinie 261, Station Spinnerin am Kreuz


18.30 Uhr · Filmvorführung / Buchpräsentation
in Anwesenheit von Filmemacher, Verleger, Autoren und »Stimmen« (dt. Text: Robert Reinagl / engl. Text: Joanna Godwin-Seidl)

In der 50-minütigen Filmdokumentation anlässlich »150 Jahre 1. Wiener Hochquellenwasserleitung 1873–2023« präsentiert Johann Stuber 56 Brunnen Wiens. Es ist eine kleine Auswahl aus den über 300 von Gregor Auenhammer und Gerhard Trumler in ihrer Hommage an »Die Brunnen Wiens« portraitierten – wenn auch heute nicht immer – verfügbaren Labestellen.

20.00 Uhr · Wasserturm-Führung mit einem Experten der MA 31 – Wiener Wasser.
Der abnehmende Halbmond am Nachthimmel über Wien als »Draufgabe«

Ohne die Hartnäckigkeit des britischen Geologen Eduard Süß hätte Wien nicht das beste Wasser der Welt!
Ohne das beste Wasser gäbe es in Wien nicht das beste Brot, das beste Bier, den besten Kaffee und das beste Eis!



Bitte aufgrund begrenzter Platzanzahl um zeitgerechte Anmeldung unter verlag@bibliothekderprovinz.at


JOHANN STUBER & ERIKA SIEDER
150 JAHRE 1. WIENER HOCHQUELLENWASSERLEITUNG 1873–2023 [Video | USB-Stick]
Verlag Bibliothek der Provinz
ISBN 978-3-99126-185-8

In Wien existierten im Laufe der Jahrhunderte weit über 10.000 Hausbrunnen. Durch die Inbetriebnahme der 1. Wiener Hochquellenwasserleitung im Jahre 1873 ging ihre Bedeutung verloren. Mit der Ausstattung der Wohnungen mit Fließwasser fand auch der vom Trottoir ins Innere der Häuser verlegte „Tratsch an der Bassena“ sein Ende.
Viele öffentliche Brunnen bereichern heute das Stadtbild Wiens und spenden an heißen Sommertagen wohltuende Abkühlung.
Die Brunnen in den Hinterhöfen der Jahrhundertwendebauten und den Innenhof-Grünoasen der Wohnbauten der Gemeinde Wien werden kaum wahrgenommen und sind – aufgrund schadhafter Leitungen und kostenaufwändiger Reparaturen – meist „im Trockenen“.
Der kleine, musikalisch begleitete Spaziergang führt zu 56 historischen Brunnen, geschöpft aus Gregor Auenhammers und Gerhard Trumlers Blicken auf über 340 Brunnen Wiens, bis zum Siegerprojekt „WirWasser“-Brunnen der Künstlergruppe GELATIN anlässlich „150 Jahre Wiener Hochquellenwasser“.



GREGOR AUENHAMMER & GERHARD TRUMLER
DIE BRUNNEN WIENS
Eine feuilletonistisch-fotografische Expedition
Verlag Bibliothek der Provinz
ISBN 978-3-99126-153-7

Hommage an die Stadt, Kaleidoskop der Assoziationen, Reise zur österreichischen Seele.
Hymnus an die Schöpfung, Hymnus an das Leben!


Flaniert man heute offenen Geistes, wachen Auges durch Wien, ist man immer wieder fasziniert von der Pracht und Herrlichkeit der zahlreichen Skulpturen, der fantastischen, sinnlichen Statuen auf Fassaden, Plätzen, in Parkanlagen, bei Brunnen. Oft fragt man nach der Bedeutung der in kultivierte Fauna und Flora eingebetteten Figuren, der Najaden, Elfen, Nixen, Tritonen, der ätherischen, aber keineswegs anämischen Göttinnen und Götter. Sind es Heilige, Engel – oder satanische Wesen? Von der Antike inspirierte Gottheiten? Entrückte, ­sphärische Fabelwesen aus fernen Welten? Personifikationen der „nackten Wahrheit“? Hermaphroditen? Zu Kaskaden geschlichtete Gedankenwelten? Fleisch, Stein und Marmor gewordene Allegorien? Märchen oder Sagengestalten? In Stahl, Bronze oder Gold gegossene Kunstobjekte oder simple Kitsch­patente? Kaiser, Könige, Königinnen, Prinzessinnen oder Mätressen? Bürger oder deren Meister? Bekannte Persönlichkeiten? Musen? Honoratioren? Ehrwürdige, oder nach heutigen Maßstäben verachtenswerte Gestalten aus der Geschichte?
Gregor Auenhammer und Gerhard Trumler begaben sich auf die Fährte der Mythen und Legenden, der Geschichte und G‘schichteln – und inspizierten die Gegenwart der „Brunnen Wiens“, auf der Suche nach dem Verborgenen, dem Geheimnisvollen, des Abseitigen, Absurden, Abstrusen und Unbekannten und langsam in Vergessenheit Geratenden.
Naturgemäß diente der Bau befestigter Brunnen zunächst rein utilitaristisch der Versorgung der Menschen mit dem Elixier, dem elementarsten der vier Elemente, dem Chamäleon unter den Molekülen: Wasser. Im Lauf der Jahrhunderte entstanden preziöse Brunnenanlagen mit deliziösen Statuen, Skulpturen, über die Funktionalität hinaus repräsentative Bauwerke. Die ältesten Brunnen der Stadt gehen auf das antike Römerlager Vindobona zurück, der älteste, original erhaltene Brunnen stammt aus dem Jahr 1552. Barock und Klassizismus der Monarchie führten zur Hochblüte hedonistischer Brunnenkunst, gefolgt vom demokratischen Ansatz des Roten Wien, Kunst allen ­Menschen ans Herz zu legen. Und was bringt die Zukunft in Zeiten des ­Puritanismus, der bigotten Prüderie? Lassen Sie sich überraschen …

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