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Veranstaltungen

Buchpräsentation von „Nachbarn – Ein österreichisch-tschechisches Geschichtsbuch“ bei der Eröffnung der Sonderausstellung »30 Jahre Öffnung des Eisernen Vorhangs« im Museum Horn

Fr 17. Mai 2019 um 13:00

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Ort:

Museum Horn
Wiener Straße 4
3580 Horn

T 02982 23721 · E museum.horn@aon.at · W www.hoebarthmuseum.at

Kurzbeschreibung

Eröffnung der Sonderausstellung „30 Jahre Öffnung des Eisernen Vorhangs“
Buchpräsentation: „Nachbarn – Ein österreichisch-tschechisches Geschichtsbuch“
Freitag, 17. Mai 2019, 13 Uhr
Museum Horn, Wiener Straße 4, 3580 Horn


NACHBARN UND IHRE GEMEINSAME UND TRENNENDE GESCHICHTE
Tschechien und Österreich haben Zeiten des freien Austauschs ebenso wie der strikten Trennung durchlaufen. Nun haben Wissenschafterinnen und Wissenschafter beider Länder ein gemeinsames Geschichtsbuch erarbeitet, welches nun auch im Rahmen eines Symposions bei der Eröffnung der Sonderausstellung „30 Jahre Öffnung des Eisernen Vorhangs“ im Museum Horn präsentiert wird.


Eine Geschichte, zwei Deutungen – immer wieder ist dieser Satz zu hören, wenn über das Verhältnis zwischen Österreich und Tschechien diskutiert wird. – Beide Länder verbindet bis ins 20. Jahrhundert eine über weite Strecken gemeinsame Geschichte, die jedoch als Folge der Entstehung der modernen National-Gesellschaften oft unterschiedlich gesehen und interpretiert wird.

Nun hat sich ein 20-köpfiges Team aus Historiker/innen beider Länder zum Ziel gesetzt, ein gemeinsames Geschichtsbuch zu verfassen, basierend auf historischer Forschung ergänzt durch die Erkenntnisse aus einem Diskussionsprozess mit der interessierten Öffentlichkeit beider Länder. Das gesamte Projekt wurde am Institut für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung der ÖAW koordiniert. Das Ergebnis, „Nachbarn. Ein österreichisch-tschechisches Geschichtsbuch“ wird nun auch in Horn präsentiert.



Niklas PERZI, Hildegard SCHMOLLER, Ota KONRÁD & Václav ŠMIDRKAL (Hrsg.)
NACHBARN
Ein österreichisch-tschechisches Geschichtsbuch
Verlag Bibliothek der Provinz
ISBN 978-3-99028-817-7



Sonderausstellung „30 JAHRE ÖFFNUNG DES EISERNEN VORHANGS“

13 Uhr: Symposion, Vorträge der Katalogautoren, Zeitzeugengespräche
17 Uhr: Festakt mit Kuratorenführung durch die Ausstellung

Die Stadtgemeinde Horn und das Museum Horn mit dem Partner Technisches Museum Brünn und das Österreichische Honorarkonsulat in Brünn laden herzlich ein zur grenzüberschreitenden Auftaktveranstaltung im Jubiläumsjahr 2019:

13 Uhr – SYMPOSION
Referate Niklas PERZI, Thomas SAMHABER, Roman ŘEZNÍČEK, Pavel HOLMAN

Präsentation „Österreichisch-Tschechisches Geschichtsbuch“
Referat „Die 1980er-Jahre“, Hildegard SCHMOLLER, Mitherausgeberin

17 Uhr – AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG durch Museumsleiter Anton MÜCK

Festansprachen:
Landeshauptfrau Johanna MIKL-LEITNER (angefragt)
Direktor Ivo ŠTĚPÁNEK, Technisches Museum Brünn
Honorarkonsul Georg STÖGER, Horn/Brünn
Bürgermeister LAbg. Jürgen MAIER

Kuratorenführung Franz PÖTSCHER, Thomas und Brigitte SAMHABER


Beschreibung der Ausstellungsinhalte von Franz Pötscher:
Die Horner Ausstellung wird auf zwei Ebenen gezeigt – in der großen Halle im Erdgeschoß wird die Geschichte des „Eisernen Vorhangs“ von 1945 bis 1989 dargestellt, im kleineren, galerieartigen Raum darüber geht es um die Entwicklungen der vergangenen 30 Jahre. Hier geht es um die Überwindung dieser Grenze durch große und kleine Initiativen in verschiedensten Bereichen, von der privaten Ebene bis zu großen Infrastrukturprojekten. Da es unmöglich ist, alle diese Initiativen darzustellen, wählen wir einige Beispiele aus und ersuchen die Besucher/innen – darunter hoffentlich viele, die selbst aktiv geworden sind – von eigenen Erfahrungen und Projekten zu berichten.
Für heutige Jugendliche und junge Erwachsene dagegen liegen der Kalte Krieg und der Fall des „Eisernen Vorhanges“ weit in der Vergangenheit. Sie verbinden keine persönlichen Erfahrungen, kein Lebensgefühl damit. Daher haben Schüler/innen der Polytechnischen Schule Horn Zeitzeugen und aktive „Grenzüberschreiter“ befragt und mit tatkräftiger Unterstützung von Brigitte und Thomas Samhaber sowie des Filmclub Horn Interviewclips und einen Film gestaltet. Davon ausgehend versuchen wir, sie im Rahmen eines Vermittlungsprogrammes zur Auseinandersetzung mit dem Thema „Grenzen“ hinzuführen – auch zu Grenzen im übertragenen Sinn, solchen, die sie vielleicht in ihrem eigenen Leben beschäftigen. Auch solche „Grenzerzählungen“ der jungen Menschen werden in der Ausstellung zu sehen sein.
Es gibt also interaktive Angebote für zwei unterschiedliche Gruppen, die Ausstellung mit eigenen Beiträgen zu bereichern. Wir sehen Schreibplätze und Präsentationsflächen dafür vor und hoffen, dass sie intensiv genutzt werden.
Menschen auf beiden Seiten der Grenze lebten bis 1989 in einer zum Teil sehr ähnlichen, zum Teil aber auch völlig unterschiedlichen Welt. Zum Teil unterschiedlich ist bis heute auch der Blick auf die Ereignisse. Das hat sich zum Beispiel in der Diskussion mit den Projektpartnern vom Technischen Museum in Brno über das Logo gezeigt. Stand für unsere tschechischen Partner der „Fall“ der vordem fast unüberwindlichen Grenze im Vordergrund, so war es für die österreichische Seite mehr deren „Öffnung“. Das ist ein feiner, aber emotional wichtiger Unterschied. Wir möchten in der Ausstellung solche Unterschiede in der Deutung der historischen Ereignisse nicht verdecken, sondern bewusst machen. So wird ein Teil der Ausstellung von den Brünner Kuratoren gestaltet, ein Teil von unserem Horner Team. Es wird spannend sein zu sehen, wie diese beiden Teile miteinander korrespondieren und in Dialog treten.
Eines der größten Objekte, das im Museumshof gezeigt wird, wird ein schwimmfähiger Radpanzer der tschechoslowakischen Armee Typ OT-65 sein, welche bei der Niederschlagung des Prager Frühlings 1968 zum Einsatz kamen.


[Ankündigung Museum Horn]

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