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Veranstaltungen

Buchpräsentation von „Nachbarn – Ein österreichisch-tschechisches Geschichtsbuch“ in den Redoutensälen in Linz

Do 23. Mai 2019 um 18:00

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Ort:

Redoutensäle Linz
Promenade 39
4020 Linz

Kurzbeschreibung

Buchpräsentation: „Nachbarn – Ein österreichisch-tschechisches Geschichtsbuch“
Donnerstag, 23. Mai 2019, 18:00
Redoutensäle Linz, Promenade 39, 4020 Linz

NACHBARN UND IHRE GEMEINSAME UND TRENNENDE GESCHICHTE
Tschechien und Österreich haben Zeiten des freien Austauschs ebenso wie der strikten Trennung durchlaufen. Nun haben Wissenschaftler/innen beider Länder ein gemeinsames Geschichtsbuch erarbeitet, das demnächst in Linz präsentiert wird.


Eine Geschichte, zwei Deutungen – immer wieder ist dieser Satz zu hören, wenn über das Verhältnis zwischen Österreich und Tschechien diskutiert wird. – Beide Länder verbindet bis ins 20. Jahrhundert eine über weite Strecken gemeinsame Geschichte, die jedoch als Folge der Entstehung der modernen National-Gesellschaften oft unterschiedlich gesehen und interpretiert wird.

Nun hat sich ein 20-köpfiges Team aus Historiker/innen beider Länder zum Ziel gesetzt, ein gemeinsames Geschichtsbuch zu verfassen, basierend auf historischer Forschung ergänzt durch die Erkenntnisse aus einem Diskussionsprozess mit der interessierten Öffentlichkeit beider Länder. Das gesamte Projekt wurde am Institut für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung der ÖAW koordiniert. Das Ergebnis, „Nachbarn. Ein österreichisch-tschechisches Geschichtsbuch“ wird nun in Linz präsentiert.



PROGRAMM

BEGRÜSSUNG
Josef Pühringer | Landeshauptmann a.D., in Vertretung von Landeshauptmann Thomas Stelzer
Jakub Novák | Vertreter der Botschafterin der Tschechischen Republik in Österreich

VORSTELLUNG DES BUCHES
Niklas Perzi | Zentrum für Migrationsforschung, St. Pölten
Hildegard Schmoller | Österreichische Akademie der Wissenschaften, Institut für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung, Wien

DISKUSSION
Krise, Krieg und Neuanfang – die Jahre 1933–1948
Petr Koura | Karls-Universität Prag, Philosophische Fakultät, Institut für tschechische Geschichte
Niklas Perzi | Zentrum für Migrationsforschung, St. Pölten
Hildegard Schmoller | Österreichische Akademie der Wissenschaften, Institut für Neuzeit und Zeitgeschichtsforschung, Wien
Arnold Suppan | Österreichische Akademie der Wissenschaften, Institut für Neuzeit und Zeitgeschichtsforschung, Wien

Moderation:
Johannes Jetschgo | ORF

Im Anschluss an die Veranstaltung wird zu einem Imbiss und Umtrunk geladen.


[Ankündigung Österreichische Akademie der Wissenschaften]


Niklas PERZI, Hildegard SCHMOLLER, Ota KONRÁD & Václav ŠMIDRKAL (Hrsg.)
NACHBARN
Ein österreichisch-tschechisches Geschichtsbuch
Verlag Bibliothek der Provinz
ISBN 978-3-99028-817-7


Jahrhundertelange Nachbarschaft und dreihundert Jahre gemeinsam verbrachte Staatlichkeit verbinden Österreicher und Tschechen – ein Volk mit zwei Sprachen oder doch missgünstige Cousins? Dieses Buch lässt in zwölf Kapiteln die Geschichte der vergangenen zwei Jahrhunderte des Zusammen-, Auseinander-, Nebeneinander und Gegeneinanderlebens Revue passieren. 27 Historikerinnen und Historiker aus beiden Ländern spüren in zwölf Überblickskapiteln Gemeinsamem und Trennendem nach. Sie stellen dabei nicht zwei Nationalgeschichten nebeneinander, sondern zeigen, wie sich bestimmte Entwicklungen da wie dort in die Gesellschaften eingeschrieben haben. Nach „Völkerfrühling“ und bürgerlicher Revolution folgte noch im gemeinsamen Staat eine Periode der Entfremdung. Gemeinsam verlebt, unterschiedlich erlebt, könnte man das Zusammenleben in den letzten Jahrzehnten der Habsburgermonarchie und im Ersten Weltkrieg bezeichnen. Die nach 1918 neu entstandenen Staaten (Deutsch-)Österreich und Tschechoslowakei lebten im Spannungsfeld von Konkurrenz, Miteinander und desinteressiertem Nebeneinander. Trotz der verschiedenen Staats- und (nach 1948) Systemzugehörigkeit gab es Gemeinsamkeiten. Nach 1989 und dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ schienen Konflikte wie „Temelin“ oder die „Beneš-Dekrete“ zu dominieren: dies, obwohl die gegenseitigen wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Kontakte so eng wie seit 1918 nicht mehr sind. Das von der Ständigen Konferenz österreichischer und tschechischer Historiker zum gemeinsamen kulturellen Erbe (SKÖTH) initiierte Buch soll zum gegenseitigen Kennenlernen und Verständnis beitragen.


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