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Veranstaltungen

Ausstellung »Die Welt ist nur ein Pinselstrich« mit Bildern von Roman Scheidl in der ehem. Eisenberger-Fabrik in Gmünd

Sa 03. Jul 2021 um 16:00 bis So 15. Aug 2021 um 17:00


Ort:

Ehem. Eisenberger-Fabrik
Litschauerstraße 23, 2. Stock
3950 Gmünd

Kurzbeschreibung

Ausstellung
ROMAN SCHEIDL
DIE WELT IST NUR EIN PINSELSTRICH


Eröffnung: Samstag, 3. Juli 2021, 16.00 Uhr, Laudatio: Johannes Jetschgo
Ausstellungsdauer: 3. Juli bis 15. August 2021
Öffnungszeiten: samstags, sonn- und feiertags, 11.00–17.00 Uhr
im 2. Stock der Eisenberger Fabrik, Litschauerstraße 23, 3950 Gmünd



Mit seiner konsequenten Suche nach einer Verbindung von figurativer und informeller Gestaltung hat Roman Scheidl innerhalb der Neuen Malerei in Österreich einen eigenen Stellenwert.
Seine Bilder zeugen von einer poetischen Anmut und wohltuenden Leichtigkeit, die so im heutigen Kunstbetrieb nicht so oft zu bemerken ist. Scheidl wäre aber ein naiver Apologet des Anmutigen, würde sich in seinen Bildern nicht zugleich auch die Wehmut über den Widerspruch von Wunsch und Wirklichkeit und die Unerreichbarkeit positiver Utopien wiederspiegeln.
Roman Scheidl ist ein eigenwilliger Künstler mit einem markanten Werk. Für ihn ist Malen eine Existenzform nicht ein Beruf.
Sein in vielen Motiven immer wiederkehrendes Grundthema ist die Verschmelzung von Gegensätzen.
Die Gleichzeitigkeit in den Bildern scheint zum einen aus dem Bedürfnis nach Harmonie zu entspringen, das er selbst als eine der Triebkräfte seiner Arbeit sieht, zum anderen aber aus der Faszination durch eine Welt, in der alles in Bewegung ist, in der Mensch und Natur, Archaisches und Großstädtisches, Traum und Realität sich im Spannungsfeld gegenüberstehen.
Seine Malerei ist ihm vor allem Mittel zur Welterkenntnis – ein beständiges Umkreisen von Fragen, die ihn selbst und die Menschheit betreffen und die wesentlichen Anteil an einem Prozeß haben, den er als Weg zu einer ganzheitlichen Malerei bezeichnet. Es ist die Sehnsucht nach Harmonie, nach einer geistigen Mitte, das Wissen um die Zusammengehörigkeit des scheinbar Gegensätzlichen, das Erschrecken vor der Trennung in unvereinbare Extreme.


Roman Scheidl: geboren am 29. Juni 1949; –1955 Kindheit in Leopoldsdorf, Niederösterreich; 1955–1963 Schulen in München, Berlin und Amsterdam; 1963 Rückkehr nach Wien, Gymnasium, Gründung einer Rhythmen-Blues-Band; 1969 Grafikstudium an der Akademie der bildenden Künste Wien; 1971 Stockholm, 1974 Grafikdiplom; 1975 Studienaufenthalte in New York, Paris, Stockholm, Zürich; 1976 „Hauseinsturz“-Einzelausstellung in der Albertina, Wien; 1979 Schweiz-Aufenthalte, Atelier in Zürich; 1980 Tanztheater, Mitbegründer des Nisoli-Tanzensembles; 1981 Junge Wilde in Wien; 1983 Begegnung mit Harald Szeemann und Josef Beuys, Zürich; 1983 zweite Einzelausstellung mit Tuschepinselzeichnungen in der Albertina, Wien; 1985 Ausstellungen in New York und Paris; erste Texte für den PARNASS; Jahre der Ausstellungsreisen und Tanztheater-Produktionen in ganz Europa; 1989–1995 lebt in Winterthur und Paris; Entwicklung der Live-Lichtzeichnung für die Bühne; 1990 zusammen mit der Schweizer Tänzerin und Choreografin Bettina Nisoli Gründung des TAMAMU-Ensembles sowie des Vereins TAMAMU für multimediale Bühnenkunst im Studio Sonnenhof, Wien; 1990 Beginn der Zusammenarbeit mit Felix Vogler, TERRA Keramik, Winterthur; 1996 Tod der Lebensgefährtin Bettina Nisoli in Wien.
Rückkehr nach Wien; Gründung des Atelier Sonnenhof, Wien; März 1997 Brand im Atelier in Wien, Verlust von zahlreichen Werken und Aufzeichnungen; zusammen mit der Malerin und Biologin Katharina Puschnig Gründung eines neuen Performance-Theaters mit Live-Lichtzeichnung; gemeinsam mit Katharina Puschnig viele Reisen und Tourneen, sowie an die hundert Performances; 1999 BUCHZEIT mit Turi Werkner im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien mit über 300 Arbeits- und Tagebüchern; 1999 Ausstellung in der Börse von Hong Kong; 2001 Reisen nach Marrakesch, Abu Dhabi und Dubai; 2003 Gründung von TAMAMU-Café zusammen mit Katharina Puschnig; 2003 und 2005 zwei große Japanreisen mit Ausstellungen und Performance-Theater, sowie gemeinsame Arbeitsaufenthalte in Paris, London, Rom, Stockholm, Madrid, Berlin und immer wieder in der Schweiz.
2005–2014 mit Katharina Puschnig und Gerald Frey allmonatlich Zeichenfilme für ORF BR-alpha; 2007 TAMAMU-Café Volume:II, Performance-Theater im RadioKulturhaus Wien; 2008 „Die Malerfalle“; 2009 Mitbegründung der Künstlergemeinschaft „Die Leporisten“; 2010 Mitbegründung der Künstlergemeinschaft „Die Celle“; bis heute Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, Filme, Performances mit Live-Lichtzeichnung, Keramik, Tagebücher und Reiseaufzeichnungen.
Roman Scheidl lebt in Wien.




Roman Scheidl: TAMAMU Atelierführung 2021 via YouTube

Eine Veranstaltung von
ARGE die fabrik für Literatur, Kunst, Musik, Buch- & Druckkunst, Litschauerstraße 23, 3950 Gmünd
& Verlag Bibliothek der Provinz, Großwolfgers 29, 3970 Weitra



Siehe
Roman SCHEIDL
DIE WELT IST NUR EIN PINSELSTRICH | THE WORLD IS BUT A STROKE OF A BRUSH
[Mit Texten von Silvie Aigner, Elisabeth Dutz, Günther Holler-Schuster, Johannes Jetschgo, Diethard Leopold, Günther Oberhollenzer, Katharina Puschnig, Walter Titz & Barbara Zeithammer.]
Verlag Bibliothek der Provinz
ISBN 978-3-99028-842-9

und weitere im Verlag Bibliothek der Provinz erschienene Bücher zu Roman Scheidl hier.



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