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Kurzbeschreibung

Am Anfang war das große Staunen. Daraus entstand die Frage nach dem Sinn. Religiöse Gedanken versuchten sich als erste Antworten, spekulatives Denken folgte den Spuren von Religion und Mythos.
Und da gab es einen gewissen Thales, der richtete seinen Blick abwechselnd auf das Meer und den gestirnten Himmel und vermeinte, Urgrund und Sinn allen Geschehens in den ihn umgebenden Erscheinungen einer angenommenen Wirklichkeit, im Seienden, also im Da-Sein und So-Sein, das Sein selbst, erkennen zu können. Er maß, rechnete und berechnete, saß weiterhin am Meer, sah in das bewegte Wasser, das ihn so sehr faszinierte, und fand letztlich im Seienden, dem Widerschein des Seins, keine befriedigende Antwort auf die entscheidende Frage nach der wahren Ursache der Spiegelung des Unrealen im Realen.
Der Gedanke, dass die Welt bei genauer Beobachtung sich dem Menschen öffnen könnte, mag, so darf vermutet werden, infolge der Problematik der Methode verständliche Zweifel bei Thales und seinen Zeitgenossen hervorgerufen und so eine neue Bewusstseinslage geschaffen haben: die Erahnung eines eigenen, seines eigenen Bewusstseins. (…)
Und dann kam der moderne Mensch und mit ihm eine neue Wissenschaft, die Psychologie. (…)
Die Suche im Ich nach dem Sinn im Sein hatte in der Suche nach der eigenen Identität zu einem Suizid des Ich des modernen Menschen geführt und damit ihr vorläufiges Ende gefunden. Der Mensch von morgen aber hat schon heute mit der neuerlichen Suche nach dem Sinn begonnen.

(Egon Lokay im Vorwort)



Leben

Wir laufen um die Wette
Mit dem uns eingebornen Tod
Und niemand, der uns rette
Vor unsrer letzten Not

Wir warten und wir hoffen
So lang der Atem reicht
Bis, wir vom Tod getroffen
Die Seele von uns weicht