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Kurzbeschreibung

[Ill. von Ingeborg Kofler]

Axel Karners Lyrik funktioniert nach filmischen Gesetzen, eigentlich sind es hart und schnell geschnittene Video-Clips, schwarzweiß, mit immer wiederkehrenden, bedrohlichen Standbildern. Die literarische Tradition, an die Karner anknüpft, ist nicht die der kritisch-engagierten Dialektdichtung der letzten Jahrzehnte, eher die der „Wiener Gruppe“. Hier schreibt einer mit pechschwarzer „dintn“.

(Gerhard Moser, Literatur und Kritik)



weit offn / de tia // de engl gfolln / drei schritt // a tropfn bluat / mittn ins heaz

schlof kind schlof / draußn geahnd de tian / iban gong do rennends heit / ausagfongen weand de leit / schlof kind schlof // schlof kind schlof / da tate is schon toat / de mame liegt in da eadn vagrobn / en bruada hom se obegetrogn / schlof kind schlof // schlof kind schlof / de gitta bleibnd zua / de bama hobnd diarre äst / da mond – dei kopf – beleichtets fest / schlof kind schlof // schlof kind schlof / sei stüll / ka mensch is woch

[hamat] // a doaf / wos sunst // da liabe gott / geaht aus / und ein // sogt goa nix / es schlochtvieh