Warenkorb
0€ 0

Kurzbeschreibung

Das Latein der Angler scheint es ihnen zu ermöglichen, etwa Geschichten von wenigstens glaubwürdiger Fragwürdigkeit, jedenfalls aber fragwürdiger Glaubwürdigkeit allen Ernstes als wahr und wirklich auszugeben …


Rezensionen
bü: Anglerlatein

Der pensionierte Lehrer und Angler Heinrich Angerer hat eine Lieblingsstelle am Inn, die er gerne aufsucht, obwohl sie so nichts idyllisches aufzuweisen hat. Als er dort eines Tages einen riesigen Hecht drillt, tauchen überraschenderweise vier osteuropäische Gestalten auf, und das Geschehen nimmt einen bösen Verlauf.
Heinz Ammerer schildert das Leben und die (Alp-)Träume Angerers in drastischen Bildern. Da sind zum Beispiel die gefangenen Barsche, die per Genickbruch in den Himmel befördert werden, oder ein gespeerter Zackenbarsch, der sich in einer Höhle festsetzt und von dem nur noch ein „bleicher, schuppiger Fischhautfetzen“ übrig bleibt.
Eigentlich mag man das Buch nicht zu Ende lesen. Aber irgendwie fesselt es doch – bis zum apokalyptischen Ende. Der alte Mann und der Inn verursachen eine gehörige Portion Gänsehaut beim Lesen. Aber es ist nichts für Angler, die einen gemütlichen Abend am Kamin verbringen wollen.

(bü, Rezension in: Fisch & Fang. Das Erlebnis-Magazin für Angler, Oktober 2015, S. 144)