Warenkorb
0€ 0

Kurzbeschreibung

Text und Fotos: Reinold Amann


Neunzehn Menschen, die aus der Reihe tanzen, sind leicht zu finden. Jeder kennt jemanden, der aus dem Rahmen des Alltäglichen fällt. Die Vorstellungen jedes Einzelnen sind dabei recht unterschiedlich. Für manche ist in der heutigen Zeit Auffallen Lebenszweck, authentisch zu sein, ist in diesem Falle nicht zwingend notwendig.


„Die aus der Reihe tanzen“ durchdringen das Netz, das die große Masse einfängt, sie purzeln irgendwie und irgendwo aus der Gesellschaft heraus. Es ist eine Frage der Einstellung, was das Aus-dem-Netz-Fallen dabei bedeutet. Für den einen ist es das Erlangen größtmöglicher Freiheit, für den anderen der Verlust der Sicherheit, die die große Masse bietet. […]

Den Protagonisten dieses Buches ist klar, dass sie aus der Reihe tanzen. Irgendwie sind sie stolz darauf, etwas Besonderes zu sein, nicht mit der Masse zu schwimmen. Für sie ist der Durchschnitt Mittelmaß, Mittelmäßigkeit ist für sie kein erstrebenswertes Ziel. Als ich gefragt habe, ob ich sie für dieses Projekt porträtieren dürfe, haben fast alle ohne Zögern ja gesagt. Nur ganz wenige haben meine Bitte ausgeschlagen, einer davon hat gemeint, dass es in unserem Lande nicht gut ankomme, wenn man aus der Reihe tanzt, besser würde man fahren, wenn man tut, wie die Leute.

Begonnen hat meine Sammlung interessanter Menschen mit dem Bootsbauer, der nie am Meer war. Ich kenne ihn schon lange. Sein Vertrauen zu gewinnen war nicht einfach. Aber wenn einmal der erste Stein gesetzt ist, fällt es leichter, die folgenden anzufügen, und so wurde die Idee, sich mit Menschen auseinanderzusetzen, die aus der Reihe tanzen, immer konkreter. Ich habe mich auf die Suche nach Menschen gemacht, die irgendwie besonders sind. Die Sammlung ist recht bunt geworden, ihre Verschiedenheit hat Reiz.

Für mich war interessant, dass man Glück und Erfüllung auf ganz unterschiedlichen Wegen erfahren kann. Das Aufgehen im Beruf, der bewusste Verzicht auf Konsum, eine künstlerische oder ungewöhnliche Begabung, ein Anderssein. Es gibt viele Möglichkeiten aus der Reihe zu tanzen. […]

Reinold Amann im Vorwort