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Kurzbeschreibung

[Hrsg.: Ingrid Radauer-Helm, Gabriele Spindler für die Landesgalerie Linz des Oö. Landesmuseums, Red.: Inga Kleinknecht, Ingrid Radauer-Helm]


Herbert Ploberger (Wels 1902 – München 1977) ist mit seinen einzigartigen Stillleben und Porträts, die zwischen 1925 und 1929 in Paris, Wien und Berlin entstanden, heute der bekannteste österreichische Vertreter der Neuen Sachlichkeit. Seine wenigen erhaltenen Ölbilder zählen zu den Ikonen der Malerei der Zwischenkriegszeit.
Plobergers Kostüm- und Bühnenbilder, die er im Lauf seines Lebens für ca. hundertsiebzig Theater-, Film- und Fernsehproduktionen in Berlin, Wien, Salzburg, Linz, Hamburg, München, Köln oder Stuttgart entwarf, sind hingegen kaum bekannt. Die Namen der Schauspieler und Schauspielerinnen, mit denen er arbeitete, reichen etwa von Hans Albers über Helmuth Lohner und Josef Meinrad zu Oskar Werner, von Maria Andergast über Juliette Gréco und Hildegard Knef zu Erika Pluhar.
Einen dritten Werkblock bilden die Arbeiten, die Ploberger nach den Bombardements von Berlin, bei denen 1943 sein Atelier vernichtet wurde, schuf. Die apokalyptischen Eindrücke der verbrannten Stadt und ihrer Opfer inspirierten ihn zu Bildern, für die er nach dem Zweiten Weltkrieg als Antikriegsmaler bezeichnet und mit Goya und Dix verglichen wurde.

Die vorliegende Monografie geht sowohl auf Plobergers autonomes wie auch auf sein angewandtes Kunstschaffen detailreich ein und enthält überdies ein umfassendes Werkverzeichnis aller Schaffensbereiche.