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Kurzbeschreibung

[Redaktion: Monika Schlucker, Katharina Puschnig & Lucy Reinisch. Mit Texten von Silvie Aigner, Elisabeth Dutz, Günther Holler-Schuster, Johannes Jetschgo, Diethard Leopold, Günther Oberhollenzer, Katharina Puschnig, Walter Titz & Barbara Zeithammer]

Je älter man als Maler wird, umso deutlicher zeigt sich, dass die Bilder ein Eigenleben führen. Sie schreiten voran, sie halten an, sie wachsen aber bei zu viel Kontrolle und Aufmerksamkeit verkümmern sie. Malen ist vergleichbar mit „Zufußgehen“ in einer vollmotorisierten Gesellschaft. Beim Gehen wird alles langsamer. Die Gedanken haben Zeit sich zu entwirren. Das Sehen wird wieder klar und tief. (Roman Scheidl, Über das Sehen)


Was für ein leidenschaftlicher Maler und Zeichner! Roman Scheidl ist ein Meister der mit tiefschwarzer Tusche vollzogenen Pinselzeichnung – das sind auch die ersten Arbeiten, die ich von ihm kennengelernt habe. Aber er ist noch so vieles mehr! Ich war und bin überwältigt von dem leidenschaftlichen Schaffensdrang und dem ungemein umfangreichen Werk – ein Werk, das in der Tradition des Gesamtkunstwerks steht und Malerei mit Zeichnung, Tanz mit Film, Literatur mit Philosophie verbindet.

Ich durfte Roman Scheidl vor einigen Wochen im Atelier besuchen und so in seinen überbordenden künstlerischen Kosmos eintauchen. Er zeigte mir bei dieser Gelegenheit viele Zeichnungen wie auch Malereien, Arbeiten, die auf der ganzen Welt entstanden sind, vor allem aber an seinen Lebensplätzen Wien und Zürich, Paris und Tokyo.

Dabei scheinen die Orte der Entstehung, die verwendeten Papiere, Pinsel und Farben, der Inhalt und die Form auf geheimnisvolle Weise miteinander verbunden – so etwa, indem die verwendeten Materialien die Themen und ihre Umsetzung beeinflussen. „Inzwischen denke ich, in den Papieren stecken schon die Zeichnungen und Themen, im Licht der Farben schon das Bild“, betont Roman Scheidl. (…)

(Günther Oberhollenzer, Die Welt ist nur ein Pinselstrich)