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Kurzbeschreibung

Gedichte!
Vom traurigen Regenbogen.
Vom pensionierten Wetterhahn.
Vom Flunderwunder.
Vom kleinen Pfeilchen,
das gegen den Strom schwamm.
Vom Stelldichein der stummen Sänger.
Von dem, was uns das Obernashorn
schon immer mal erzählen wollte.
Vom Suchen und Finden
und vielem mehr …



Heimatkunde

Im Pfirsich der Kern.
Am Himmel der Stern.
Die Blume in der Vase.
Der Popel in der Nase.

Der Ball im Tor.
Der Wurm im Ohr.
Im Wolkengrau der Regen.
Im Gotteshaus der Segen.

Das Blatt am Baum.
Im Schlaf der Traum.
Der Reim in dem Gedicht.
Die Nase im Gesicht.

Das Haar in der Suppe.
Am Hering die Schuppe.
Der Fluss in seinem Bett.
Das Ypsilon vorm Zett.

Das Muh im Maul der Kuh.
In meinem Herzen …

Du!



Rezensionen
Doris Lanz: [Rezension von: Manfred Schlüter, „Guruku Gugukuru“]

Die Sonne lacht im Himmelsblau. / Du lachst mir ins Gesicht. / Dein Lachen hör ich ganz genau. / Das von der Sonne nicht.

Die 48 Gedichte für „Kinder und andere Menschen“ sind in drei Kapitel eingeteilt. Sie handeln von Wünschen und Träumen, von Himmel und Erde, von Tieren und Musik. Viele sind mit einem Augenzwinkern geschrieben, andere wirken ernsthaft und nachdenklich. Zahlreiche Gedichte enden mit Paar- oder auch Kreuzreimen, manche sind ungereimt oder kommen – wie dasjenige vom gegen den Strom schwimmenden Pfeilchen – sogar ganz ohne Sprache aus. Feine, farbige Vignetten lockern die Sammlung auf.

Der Autor und Illustrator Manfred Schlüter hat sich beim Schreiben auch von grossen Dichterkollegen wie Morgenstern, Ringelnatz und Fried oder von seinem verstorbenen Freund Boy Lornsen inspirieren lassen. Schlüters Freude an Versen und Sprachspielereien ist auf jeder Seite spürbar und wirkt ansteckend. Das hübsch gestaltete Büchlein eignet sich zum Vorlesen ebenso wie zum Selberlesen.

(Doris Lanz, Rezension für querlesen. Neue Kinder- und Jugendmedien #2/2020 [?], online publiziert am 29. November 2020)


https://www.kjmbefr.ch/rezensionsdatenbank?keys=&field_stichwort_tid_1=&title=guruku&field_autor_value=&field_verlag_value=&field_verlag_jahr_tid=&field_kategorie_tid=All&field_alter_tid=All


Ulrich Karger: [Rezension von: Manfred Schlüter, „Guruku Gugukuru“]


Das kann ich auch

Der Himmel knipst die Lichter an,
schon leuchten tausend Sterne.
Ich zünde meine Kerze an,
dann freut sich die Laterne.



Dieses und 47 weitere Gedichte „für Kinder und andere Menschen“ von Manfred Schlüter sind in seinem von ihm auch illustrierten Gedichtband Guruku Gugukuru nachzulesen, der vom Verlag zudem als sehr gut in der Hand liegende Hardcover-Ausgabe vorgelegt wurde.

Schlüter feiert darin Wortspiele, die mal nur albern, mal durchaus subtil und tiefsinnig großen Vorbildern wie Ernst Jandl oder auch Erich Fried, Christian Morgenstern und Joachim Ringelnatz nachspüren, ohne dabei epigonal zu wirken.

Vorgelesen werden schon fünfjährige viel Spaß an diesen Reimereien haben, und weit ältere Semester werden die nicht selten darin enthaltene Lakonie zu schätzen wissen. Auch wegen der durchweg farbigen und sich kongenial in die Gedichte einfügenden Vignetten ist dieser Band ein Augenschmaus, den man sich immer mal wieder gern zu Gemüte führen wird.

Es ist ja nicht mehr lange hin, da geht's wieder ans große Verschenken – dieses Buch von Manfred Schlüter sollte jedenfalls auf keiner Geschenkeliste fehlen!


(Ulrich Karger, Rezension für das Büchernachlese-Online-Rezensionenarchiv, 2020)


https://buechernachlese.de/uk-rezig-2020.htm#KJ


Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur: [Rezension von: Manfred Schlüter, „Guruku Gugukuru“]

In drei Kapiteln dichtet Manfred Schlüter vom Suchen und Finden, vom Flunderwunder und vom traurigen Regenbogen, mal nachdenklich, mal humorvoll, dabei so kraftvoll, pointiert wie man es von ihm gewohnt ist. Dank seiner Gedichte entflieht man dem Alltag, verliert sich in den Sprachspielen, Gedanken und fängt mit der Lektüre erneut an, wenn es heißt „Ende. Aus.“

(Rezension erschienen im Extrablatt #4/2020 der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur, online veröffentlicht am 30. November 2020)


https://www.akademie-kjl.de/buch-app-empfehlungen/extrablatt/extrablatt-4-2020/


Michael Augustin: [Zu: Manfred Schlüter, „Guruku Gugukuru“]


Lieber Manfred,
was für ein schönes Buch! So, genau so soll ein Gedichtband für Kids aussehen – von außen und von innen!!! Ich gratuliere.
Mehr davon wünscht Dir und sich,
Michael


(Michael Augustin*, Schriftsteller und Journalist, in einer Postkarte an Manfred Schlüter)


Andreas Markt-Huter: [Rezension von: Manfred Schlüter, „Guruku Gugukuru“]

„Eins / Vom Suchen und Finden. Von vielen Fragen. / Vom Stelldichein der stummen Sänger / und einem seltsamen Brief. / Von einem Platz fürs Wolkenkuckucksheim. / Und von viel Musik.“ (S. 9)

Kinder werden magisch von Geschichten und Gedichten in gebundener Sprache angezogen, die sie häufig bereits nach mehrmaligem Anhören auswendig zu rezitieren vermögen. Erwachsene werden dabei sofort auf jede Pause und jedes kleinste Wort aufmerksam gemacht, das beim wiederholten Lesen vergessen wird.

„Hallo Achmed. Hallo Hans. / Hallo Susi. Hallo Franz“ (S. 11) wendet sich der Autor gleich zu Beginn an seine jüngeren und älteren Leserinnen und Leser und zeigt gleich auf, wohin die lyrische Reise gehen wird, aber auch was er sich von ihnen erwartet. Sie sollen alle Grenzen ihres Denkens aufbrechen, „Sinn- und Unsinnsucher“ sein, „Träumer“, „Witzemacher“, „Ohneschrankendenker“, „Lauthalslacher“, „Umweggeher“ und vieles mehr.

Da wird in Gedanken wie auf der Leinwand eine neue Welt erschaffen, kunterbunt mit Regenbogen, mit Mann und Frau und Katz und Maus und Hund oder eine Reise bis zu den Sternen oder in die Unendlichkeit geplant. Mitfühlende Fragen an Gott liegen dann auch nicht mehr fern:
Warst du mal klein? Einsam und allein? … Wenn du magst, ruf mich an. (S. 18)

Aber nicht nur Nachdenkliches und Außergewöhnliches kennzeichnen die lebensfrohen Gedichte, sondern auch Sprachwitz und Humor:
Darf ich vorstellen: Rodrigo, der Katzenfloh, / wohnt zurzeit inkognito / neben einem Katzenklo. // Hokusai, der Katzenhai, / der frisst gern – und zwar für drei – / aufgewärmten Mäusebrei. (S. 46)

Ergänzt wird die Gedichtsammlung von liebevoll gestalteten Illustrationen, die den junge Leserinnen und Lesern so manchen passenden Schlüssel zur Verfügung stellen.

Manfred Schlüter verbindet in seinen Gedichten für „Kinder und andere Menschen“ seine erfrischende und humorvolle Fantasie mit der Musik der Sprache. Ein überaus empfehlenswertes Gedichte-Buch, das allen jungen aber auch älteren Leserinnen und Lesern eine bunte Tür in die Welt der Lyrik öffnet und ein unterhaltsames und fröhliches gemeinsames Lesevergnügen sichert.

(Andreas Mark-Huter, Rezension für LESEN IN TIROL vom 25. November 2020, online veröffentlicht am 24. Dezember 2020)


https://lesen.tibs.at/index.php/node/6395


Eva Riebler-Uebleis: [Rezension von: Manfred Schlüter, „Guruku Gugukuru“]

Kleine Kinder lieben Reime und kurze Sinn- oder Unsinn-Sprüche, sie haben ein Gespür für die Sprache. Sie legen oft weniger Wert auf die didaktische Weisheit oder Aussage, als vielmehr auf den Rhythmus der Sprache.

Dies findet sich alles im vorliegenden Kinderband von Manfred Schlüter, der seine Affinität zu Kinderbüchern bereits mehrfach erfolgreich unter Beweis gestellt hat und dafür mit Preisen überhäuft worden war (1983 Friedrich-Hebbel Preis, 2008 Friedrich Bödecker-Preis, 2017 Kulturpreis des Kreises Dithmarschen). Er lebt an der Nordsee und hat im Verlag Bibliothek der Provinz den Band „Am Anfang, sagte der Apfel“, „Der kleine Herr Jemine“ und „Na Du?“ für Kinder herausgebracht. Wie er von der Nordsee zum Verlag von Richard Pils im Waldviertel kommt, muss er erst in eine Geschichte verwandeln.

Schlüter illustriert seine kurzen Erzählungen oder Lautgedichte selber, denn wer könnte das besser als er als Autor, der mit seinen Zeichnungen den Inhalt erweitert oder den Witz oder die Skurrilität erst dingfest macht.

Schlüter gibt auch ganz offen zu, dass er bei Erich Fried, Christian Morgenstern oder Joachim Ringelnatz sich Anleihen nahm. Das tut natürlich den Inhalten und Ausführungen keinen Abbruch, sind doch Anklänge an diese Autoren doppelt kauzig oder originell ausgefallen.

Hat die Katze einen Sprachfehler, ist der Ochse besonders wissbegierig oder schwimmt das kleine Pfeilchen gegen den Strom – so ist dies immer ein paar poetische, fantasievolle Zeilen wert!

Philosophisches findet sich natürlich auch verpackt, S. 66 mit offenem Schluss, unter dem Titel: Später: Ich bin klein/Bald bin ich groß./Und in tausend Jahren bin ich tot./Wo bin ich, wenn ich nicht mehr bin?/Vielleicht flieg ich mit den Wolken/übers Meer. Hin und her./Vielleicht tanz ich mit dem Wasser/in Flüssen und Seen. Schön!/Vielleicht leb ich im Laub der Bäume./Im Staub. Im Traum der Träume./Im Wind. Im Sturm./Vielleicht bin ich ein Regenwurm./Vielleicht bin ich ein Gedicht./Vielleicht auch nicht./vielleicht bin ich ganz einfach weg./Anderswo. Irgendwo./Nirgendwo?

Es tut sich ein wundersames Sammelsurium an sprechenden Dingen oder Tieren auf, die die Welt und die Gedanken der LeserInnen oder ZuhörerInnen weiter bevölkern!

Alles in allem ein wundersames Büchlein mit bizarren Kindertexten, die ständig überraschen und schmunzeln lassen!

(Eva Riebler, Rezension veröffentlicht auf der Webseite der Literarischen Gesellschaft St. Pölten [LitGes])


https://www.litges.at/kritik/buch/eva-riebler/manfred-schlueter-guruku-gurukuru


Michael Ritter: [Rezension von: Manfred Schlüter, „Guruku Gugukuru“]

Manfred Schlüter legt einen neuen Gedichtband vor, voll von kleinen Kunstwerken rund um den Alltag der Menschen hier und dort.

Manfred Schlüters neuer Lyrikband ist ein Genuss. Auf gut 70 kleinformatigen Seiten finden sich etwa ebenso viele kleine und mittelgroße Gedichte, die thematisch weit gespannt vom Alltag hier und Ungewöhnlichkeiten dort berichten. Willkommenstexte und Wunschkonzerte finden sich dabei ebenso wie kleine Anekdoten über das Flunderwunder, den wissbegierigen Ochsen oder einen pensionierten Wetterhahn. Immer heiter aber niemals dümmlich sind die Texte feine Gespinste der Sprache, die mal vom Sinn und mal vom Klang getragen werden und diese beiden Ebenen aber am Ende immer klug und stimmig ineinander verschränken.

Dabei kommt Manfred Schlüters untrügliches Gespür für die Sprache zum Tragen. Wohlklang und Reim finden hier zusammen mit einem feinen Witz, der treffsicher die Pointen produziert, die die Sprache erzeugen kann. Viele Formen gibt es dabei zu finden – vom klassischen Paarreimer bis zur konkreten Poesie, immer mit viel Sprachspiel versehen. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass ein Gedicht auch mal fast an Poetry Slam-Rhythmen erinnert. Und viele Referenzen auf bekannte Kolleg*innen sind zu finden: Christian Morgenstern, Joachim Ringelnatz oder Pippi Langstrumpf, um nur einige zu nennen. So scheint es ganz einfach, was Schlüter hier vorlegt. Doch dahinter verbergen sich künstlerisch anspruchsvolle Gestaltungsprozesse und viel Erfahrung im Umgang mit dem Medium.

Das wird auch in der Darstellung deutlich: Gezeichnete Bildvignetten pointieren manchen Text, die Aufmachung ist bibliophil und ausgesprochen wertig in Satz und Buchbindung. So wird das Buch rundherum zum Genuss. Mit Nachdruck zu empfehlen!

(Michael Ritter, Rezension für die Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW [AJuM])


https://www.ajum.de/index.php?s=datenbank&id=23201224104


Gerald Jatzek: [Rezension von: Manfred Schlüter, „Guruku Gugukuru“]

Manfred Schlüter ist sprachlich-geographisch das Gegenteil von einem Wiener. Er lebt, schreibt und zeichnet in einem Dorf an der Nordsee. Und weil ihm dort so viel einfällt, schreibt er auch Gedichte für Kinder. Das sind keine Betulichkeiten, wie man sie aus rosaroten und himmelblauen Kaufhausbilderbüchern kennt. Er berichtet vom Heim des Wolkenkuckucks, vom Flunderwunder, vom Zahlenzirkus und vom traurigen Regenbogen. Überhaupt sind die Gedichte, wie das (Kinder)Leben, keineswegs immer heiter. Der Wetterhahn geht in Pension und muss schweren Herzens Abschied vom Westwind nehmen, und ein Traum bummelt herum, statt seinen Träumer zu besuchen.

Aber wenn es gerade nicht hinhaut, kann man immer noch die Augen schließen und sich etwas vorstellen. Zum Beispiel einen Stern.

(Gerald Jatzek, Rezension auf seiner Literaturseite in Facebook, veröffentlichtlicht am 8. April 2021)


https://t1p.de/huk8


Hörproben

Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur: Lyrischer Adventskalender, Eintrag vom 18. Dezember 2020

Lesung von Manfred Schlüter