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Johanna Reiner & Johannes Hoffmann – collaboration

Feldforschung mit Kunst

Johanna Reiner, Johannes Hoffmann

ISBN: 978-3-99028-945-7
23,5 x 20 cm, 312 Seiten, zahlr. farb. Abb., [Hardcover m. Schutzumschl.]; Text dt. und. engl.
€ 34,00
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Kurzbeschreibung

[Beiträge: Sara Burkhardt, Juliane Feldhoffer, Melih Görgün, Antje Lehn, Christina Nägele, Mahir Namur, Isabel Termini.]
[artedition | Verlag Bibliothek der Provinz]



Johanna Reiner & Johannes Hoffmann, das hört sich nach einem kreierten Label an, ist es aber nicht. Die beiden leben und arbeiten zusammen und das künstlerische Tun der beiden erscheint ganz selbstverständlich. Aber das Feld, in dem sie arbeiten, ist riesig und komplex. Es ist – einfach gesagt - die (urbanisierte) Gesellschaft. Künstlerisch-theoretischer Ausgangspunkt der beiden ist die Idee der sozialen Skulptur.
Johanna Reiner und Johannes Hoffmann ergänzen sich in ihrem künstlerischen Tun kongenial. Das konnte ich in den vergangenen Jahren im Rahmen unseres gemeinsam gegründeten Eintagsmuseums gut beobachten. Und jetzt habe ich die Freude, in ihr vielschichtiges und beziehungsreiches Oeuvre einzuführen.
Bei ihren Arbeiten, denen sorgsame Recherchen vor Ort mit Expert_innen voraus gehen, entstehen Räume, in denen etwas erzählt wird. Dies kann eine imaginierte Insel oder ein schwimmendes Haus im Lunzer See sein („Phantominsel“, „Grüße an die Nachbarinnen“), ein „Botanik Café“ („Baumgeschichten“) als Zwischennutzung in einem Grazer Stadtentwicklungsgebiet oder ein Wirtshaus unter einer Autobahnbrücke („Temporäres Wirtshaus“).
Wichtig ist: Im kollaborativen Tun mit den Menschen vor Ort entstehen kurzfristig neue Räume, die einen Blickwechsel ermöglichen und zur Selbstermächtigung anregen. Das Eintagsmuseum in der türkischen Stadt Sinop („Bir Günlük Müze“) entsteht mit Objekten, die die Besucher_innen selbst mitgebracht haben und erzählt so deren Geschichte. Welche Geschichten in einem Museum erzählt werden und wer über wen spricht sind zentrale Fragen der Projekte des Eintagsmuseums.
Wenn Johanna und Johannes vor Ort arbeiten, werden auch lokale Künstler_innen in die Projekte einbezogen. Beim „Atlas urbaner Räume“ wurden die Schüler_innen eines Wiener Gymnasiums als Expert_innen ihres (Schul)Alltags befragt und ein Atlas der Schule und der Schulumgebung erstellt.
Das Zusammenwirken so vieler Kräfte erfordert optimale konzeptuelle Rahmenbedingung. Die künstlerische Professionalität von Johanna Reiner & Johannes Hoffmann ist dabei eine wichtige Voraussetzung.

(Isabel Termini im Vorwort)