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Karl Mostböck – Schaffensort Atelier

Eine Werkmonographie anlässlich des 100. Geburtstages

Karl Mostböck, Romana Schuler

ISBN: 978-3-99126-015-8
30,5 x 24,5 cm, 104 Seiten, zahlr. vierfärbige Abb., Hardcover, fadengeheftet
€ 33,00
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Kurzbeschreibung

[artedition | Verlag Bibliothek der Provinz]
[Hrsg.: Romana Schuler i. A. des Karl-Mostböck-Archivs.
Mit e. Vorwort von Klaus Albrecht Schröder sowie Textbeiträgen von Romana Schuler, Franz Mayer u. Wilhelm Molterer.]



„Nur das Geistige habe ich gesucht. Vor allem das Geistige hat mir den Inhalt des Lebens gegeben.“

Über sieben Jahrzehnte war Karl Mostböck (1921–2013) künstlerisch tätig. Als Autodidakt orientierte er sich an einer Reihe von Künstlern, die für ihn zum Vorbild wurden, und bildete sich im Selbststudium der Kunst und Philosophie weiter.
In seinem kleinen Atelier in Steyr arbeitete er von 1954 bis kurz vor seinem Tod. In diesem Band wird erstmals eine Werkschau gezeigt, die alle Schaffensperioden von Karl Mostböck umfasst und die der Künstler zudem selbst in seinem Atelier ausgestellt hat.



Rezensionen
Oberösterreichische Nachrichten: Der „Meister der stillen Geste“ wäre heute 100 Jahre alt geworden

Der Steyrer Künstler Karl Mostböck gilt als bedeutender Maler des Informel – Die Schlossgalerie Steyr zeigt bis 9. Mai zentrale Werke.


Heute jährt sich zum 100. Mal der Geburtstag des 2013 verstorbenen oberösterreichischen Ausnahmekünstlers Karl Mostböck. 1921 in Grein an der Donau geboren, zeigte er schon in frühester Kindheit seine Begabung für die Malerei und die Musik. Allerdings blieb ihm der Besuch einer Zeichenschule oder Akademie versagt, weshalb er sich zunächst der technischen Grafik zuwandte.

Die damit verbundene Ausbildung führte ihn 1949 nach Steyr, wo er in den Steyerwerken als Werbegrafiker arbeitete. In aller Stille und Bescheidenheit begann er dort neben seinem Beruf, seiner künstlerischen Berufung zu folgen. Er studierte die alten Meister, spürte geistig, lesend und zeichnend ihren Spuren nach und eignete sich deren Ausdruck und Technik an. Niemals stand dabei das Plagiat im Fokus, sondern immer die Suche nach jenen stilistischen Mitteln, die er für seine künstlerischen Vorstellungen benötigte.

Letztendlich war es die Auseinandersetzung mit der „Art brut“ und der „Informellen Kunst“, die Mostböck den Weg zum Zen-Buddhismus öffnete. Hier fand er ab Mitte der 1960er-Jahre seine reinste und vollkommenste Ausdrucksform, die seinen Ruf als „Meister der stillen, sparsamen Geste“ weit über die Grenzen des Landes hinaus trug.

Noch bis 29. Mai läuft eine sehenswerte Ausstellung unter dem Titel „Karl Mostböck – asiatische Reflexionen“ in der Galerie auf Schloss Lamberg in Steyr (Do/Fr 14–19 Uhr, Sa 11–17 Uhr, ab 24. April Do–Sa 9–18 Uhr), die Mostböcks zentrales, informelles Schaffen den Arbeiten von zwölf asiatischen Künstlern gegenüberstellt. Dabei wird sowohl die enge Vernetzung seiner Kunst mit den Philosophien Chinas und Japans dokumentiert, als auch deren künstlerische Weiterentwicklung und Neuinterpretation vorgestellt.


(Rezension, erschienen in den Oberösterreichischen Nachrichten vom 12. April 2021, S. 16)


https://www.nachrichten.at/kultur/der-meister-der-stillen-geste-waere-heute-100-jahre-alt-geworden;art16,3382639