Warenkorb
0€ 0

Kurzbeschreibung

[Christoph Mayer/Reinhard Linke (Hg.). Mitarb.: Simone Brodesser.
Mit Beiträgen und Texten von Thomas Arthaber, Matthias Beck, Gudrun Biffl, Erhard Busek, Peter Coreth, Friedrich Faulhammer, Eva Horvatic, Peter Kampits, Sebastian Kurz, Reinhard Linke, Christoph Mayer, Johanna Mikl-Leitner, Wolfgang Müller-Funk, Werner Neuwirth, Niklas Perzi, Eva Pfisterer, Erwin Rauscher, Martin Schenk, Karl Trischler, Alexander Van der Bellen, Engelbert Washietl und Manfried Welan.]


Seit 1984 greift die WALDVIERTEL AKADEMIE die brennenden Fragen der Region und der Zeit auf. Mit beständig bürgernaher Arbeit wurden historische und tagesaktuelle Themen aufgegriffen und gemeinsam mit der Bevölkerung und Expertinnen und Experten diskutiert. Die Kultur- und Bildungsinstitution ist Vorreiter und Impulsgeber vieler grenzüberschreitender und überregionaler Initiativen und Projekte.
Unter der Leitung von Ernst Wurz hat sich die WALDVIERTEL AKADEMIE so zu einer der wichtigsten Organisationen der Zivilgesellschaft im Waldviertel entwickelt. Nach fast vierzig Jahren tritt der Vorsitzende in die zweite Reihe und übergibt das Zepter an die nächste Generation.
„Ein Sprachrohr der Zivilgesellschaft“ widmet sich der Entwicklung und den Kernthemen der WALDVIERTEL AKADEMIE und beleuchtet gemeinsam mit Wegbegleitern, Freunden und Experten das „Lebenswerk“ von Ernst Wurz.



Rezensionen
Sudetendeutscher Pressedienst: [Rezension zu: Christoph Mayer/Reinhard Linke, „Ein Sprachrohr der Zivilgesellschaft“]

Seit der Gründung 1984 stand der Erwachsenenbildner Ernst Wurz an der Spitze der WALDVIERTEL AKADEMIE (WA). Anlässlich seines Abschiedes bzw. Rücktritts in die zweite Reihe versammelten sich Wegbegleiter und wichtige Denker – unter anderem Matthias Beck, Gudrun Biffl, Peter Kampits, Wolfgang Müller-Funk, Martin Schenk und Erhard Busek –, um über die wichtigsten Themen der letzten Jahrzehnte zu schreiben.
So meint zum Beispiel Vizekanzler a.D. Erhard Busek: „Die Waldviertel Akademie hat es verstanden, durch ihre Verortung in einer Region, in einem Bundesstaat und natürlich in Europa eine Vielfalt an Bindungen herzustellen.“ Oder Matthias Beck, Medizinethiker: „Im Dialog der verschiedenen Disziplinen und in der Diskussion mit den Menschen kann man zu neuen Erkenntnissen kommen, die nicht abgehoben in wissenschaftlichen Zirkeln stattfinden, sondern ‚mitten im Volk‘ ihren Platz haben.“
Die Publikation „Ein Sprachrohr der Zivilgesellschaft" ist zu Ehren von Ernst Wurz gerade eben im in Weitra ansässigen Verlag Bibliothek der Provinz erschienen und widmet sich der Entwicklung sowie den Kernthemen der WA.

(Buchvorstellung des Sudetendeutschen Pressediensts [SdP] Österreich Nr. 106/2021 vom 25. August 2021)


Michael Schwab: Überraschung für Ernst Wurz: Ein Buch zum Abschied

Eine besondere Überraschung hatten der ehemalige Waldviertel-Akademie-Geschäftsführer Christoph Mayer und der Autor und Journalist Reinhard Linke für Ernst Wurz bei seiner offiziellen Verabschiedung als Vorsitzender der Waldviertel Akademie in der „Anno Lignum“ Holzerlebniswelt parat: Ein von den beiden herausgegebenes Buch mit dem Titel „Ein Sprachrohr der Zivilgesellschaft. Die Waldviertel Akademie unter Ernst Wurz“.

Insgesamt 17 Autoren wirkten daran mit, darunter vor allem die Männer und Frauen der ersten Stunde der 1984 gegründeten Waldviertel Akademie. Zu sehen sind auch zahlreiche Fotos aus den Anfangstagen.
Ernst Wurz wusste von diesem Buchprojekt nichts. „Wir haben hinter deinem Rücken etwas vorbereitet“, sagte Mayer, nachdem ein Tisch mit den noch verhüllten Büchern auf die Bühne platziert worden war. Linke ließ den Nachdenkprozess Revue passieren – schließlich war es gar nicht so einfach etwas zu finden, was man einem Waldviertel Akademie Vorsitzenden schenken kann.
Schließlich sei man auf die Idee mit dem Buch gekommen. Neben den Gastbeiträgen galt es auch, Fotos aus den Anfangstagen der Waldviertel Akademie zu finden. Dabei habe man auch einige aus heutiger Sicht heitere Aufnahmen ausgegraben, unter anderem Bilder von Ernst Wurz mit langen Haaren und Bart.

Geheimhaltung: Keine schriftliche Einladung für Wurz
Während des gesamten Herstellungsprozesses galt es, Stillschweigen zu bewahren, um die Überraschung nicht zu verderben. Daher erhielt Ernst Wurz auch keine schriftliche Einladung zur Feier, denn darauf wäre im Programm die Buchpräsentation gestanden. Wie Mayer und LInke erzählten, habe sich Wurz über das Fehlen der Einladung gewundert und seine Frau gefragt, ob die Feier überhaupt stattfinden würde.
„Die Überraschung ist euch wirklich gelungen. Ich habe gerade durchgeblättert, die Fotos von mir mit Bart gibt es wirklich. Ich bin sprachlos“, merkte Wurz nach der Überreichung eines Exemplars an ihn an.
Landtagspräsident Karl Wilfing ging in seiner Festrede auf die gemeinsame Zeit ein, die er mit Ernst Wurz in der Jungen ÖVP verbracht hatte, inklusive einem knappen Rennen zwischen ihm und Wurz um das Amt des Landesobmanns, das schließlich Wilfing gewann. „Die Delegierten haben damals sozial entschieden. Die wussten, aus Ernst wird auch so etwas. Ich dagegen kann nur die Politik“, meinte Wilfing lachend.

Karl Wilfing lobte Wurz Rolle als Vernetzer
Er lobte Wurz in seiner Rolle als Verbinder und Vernetzer, der es geschafft hatte, viele Experten zu Veranstaltungen wie den Sommergesprächen ins Waldviertel zu bringen, die man zu dieser Zeit oft in Wien schwierig auf ein Podium gebracht hätte. „Ich glaube, dass es viele Ernst Wurze in den Regionen braucht, die auch Rückschläger verkraften und Diskussionen und KOnflikte aushalten und auflösen können“, meinte Wilfing. „Auf diese Weise bist du zu Mister Waldviertel geworden“, hob der Landtagspräsident hervor.
Auch der Waidhofner Bürgermeister Josef Ramharter (ÖVP) lobte den Einsatz von Ernst Wurz als Organisator zahlreicher Symposien, Ausstellungen und Veranstaltungen, und als Initiator verschiedener Bildungsinitiativen.
In einer Gesprächsrunde mit den Gründungsmitgliedern Karl Trischler, Wolfgang Müller-Funk, Peter Kampits und Ernst Wurz ließ man die Gründung der Waldviertel Akademie noch einmal Revue passieren, als ein ein Projekt, im Zuge dessen die Marke „Waldviertel“ praktisch erfunden und nach außen hin bekannt gemacht wurde.

Dank an Frau für Verständnis: „War nicht oft zu Hause“
Ernst Wurz war es ein besonderes Anliegen, neben all seinen Wegbegleitern jener Person Danke zu sagen, für die er aufgrund seiner Aktivitäten oft wenig Zeit hatte – seiner Frau Maria: „Ich möchte mich bei dir für dein Verständnis bedanken, dass ich nicht viel zu Hause war, auch wenn du manchmal geschimpft hast, warum ich so lange fort war“, sagte Wurz mit Tränen in den Augen.
Das Publikum zeigte sich von diesen persönlichen Worten sichtlich gerührt – und spendete Wurz tosenden Applaus.

(Michael Schwab, Rezension in der NÖN Ausgabe Waidhofen an der Thaya, online veröffentlicht am 1. August 2021)


https://www.noen.at/waidhofen/ueberraschung-fuer-ernst-wurz-ein-buch-zum-abschied-waidhofen-an-der-thaya-redaktionsfeed-ernst-wurz-waldviertel-akademie-verabschiedung-redaktion-283972699