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Kurzbeschreibung

[The Selfish Giant, dt. · Ill. von Karl Korab]


Wenn die Kinder am Nach­mit­tag aus der Schule kamen, gingen sie für gewöhnlich in den Garten des Riesen, um dort zu spielen.

Es war ein großer, wunderschöner Garten mit weichem grü­nen Gras. Hier und da stan­den prächtige Blumen ster­nen­gleich auf der Wiese, außerdem zwölf Pfir­sich­bäu­me, die im Frühjahr zarte Blü­ten in rosa und perlweiß hervorbrachten und im Herbst reiche Frucht trugen.
Die Vö­gel saßen in den Bäumen und sangen so lieblich, dass die Kin­der im Spiel innehielten, um ihnen zuzuhören.
»Wie glücklich sind wir doch hier!«, riefen sie einander zu.

Eines Tages kam der Riese zurück. Er hat­te seinen Freund besucht, den Men­schenfresser von Cornwall, und er war sieben Jahre lang bei ihm geblieben. Nachdem die sieben Jahre vergangen waren, hatte der Riese all das gesagt, was zu sagen war; seine Gesprächsbereitschaft war nämlich begrenzt, und so entschied er sich dafür, in sein eigenes Schloss zurückzukehren. Als er dort ankam, sah er die Kinder in seinem Garten spielen.
»Was macht ihr hier?«, schrie er mit äußerst mürrischer Stimme und die Kinder liefen verängstigt davon.
»Mein eigener Garten ist immer noch mein eigener Garten«, sagte der Riese, »das muss jeder einsehen, und ich werde niemals jemandem außer mir selbst erlauben, darin zu spielen«. Und so errichtete er eine hohe Mauer rings um den Garten und stellte ein Warn­schild mit den folgenden Worten auf: Un­befugten ist der Zutritt bei Strafe verboten! – Er war wirklich ein sehr selbstsüchtiger Riese.