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Kurzbeschreibung

dumpelchen der zwerg ist so klein, dass er seine geliebte wiese vor lauter gräsern nicht sieht.
sein wunsch nach überblick führt ihn einen ereignisreichen weg entlang – und zwar bis zur spitze des hohen bergs!





[Ländle TV-Beitrag vom 9. Dezember 2021 „Ein Vorarlberger Zwerg erkundet die Welt“:
Die Bregenzerwälderin Isabel Natter will seit sie klein ist Schrifstellerin werden. Ihr aller erstes Buch wurde jetzt veröffentlicht und bereits nach einer Woche ist es auf der Verlagssite in den Top 10. Die Geschichte: Ein Vorarlberger Zwerg will hoch hinaus! Wir haben uns das Kinderbuch aus dem Ländle mal genauer angeschaut und die Autorin zuhause in Dornbirn besucht.]



Rezensionen
Vorarlberger Nachrichten: Auf Mission mit einem Zwerg

Isabel Natters Debüt-Bilderbuch musste nach zwei Wochen nachgedruckt werden.

Ein körniges, dickes Aquarellpapier, schwarze Tinte, Filzstifte, dazu eine Pipette und der Auftrag, eine Abschlussarbeit zu gestalten. Ohne jegliche Vorstellung, was daraus werden könnte, aber mit großer Lust am spielerisches Ausprobieren, befüllte Isabel Natter (26) das Glasröhrchen mit der dunklen Füssigkeit. Aus relativer Höhe tropfte sie auf das weiße Blatt. Blupp, blupp! „Sieht aus wie Blumen“, stellte die Studierende des Intermedia Studiengangs an der Fachhochschule Vorarlberg fest. Sie ließ die Klecks trocknen und malte einfach nur drauf los. Intuitiv enstanden Gräser und Halme. Der Gedanke an eine Blumenwiese drängte sich auf.

Zwergen-Mission
Das Aquarellpapier füllte sich bis auf eine kleine freie Stelle. „Hier muss noch ein Blickpunkt her, etwas, dass das Auge lenkt.“ Die kreative Bregenzerwälderin griff nach einem Filzstiff und setzte zwischen die Grashalme einen Zwerg. Mit einer Mütze aus rotem Edding. „Was für ein armer Tropf“, war ihr erster Gedanke. „Er muss von den vielen Halmen und Gräsern total überfordert sein, nicht einmal ein winziges Stück Himmel kann er sehen.“ Von da an hatte Natter eine Mission: „Wie schaffe ich es, dass der Zwerg einen Überblick gewinnt?“

Debüt-Bilderbuch
Jetzt sitzt die 26-Jährige in ihrem WG-Zimmer und hält ein kleines Büchlein vor ihren Computerbildschirm. Dumpelchen geht Schritt für Schritt, lautet der Titel – und es ist ihr Debüt-Bilderbuch. Die erste Doppelseite zeigt ihre damalige Projektarbeit. 34 weitere Doppelseiten hat sie dazugestaltet. In Reimen erzählt sie die Geschichte vom kleinen Zwerg, dessen Aussehen an eine asiatische Teigtasche namens Dumblings erinnert, von seinem ereignisreichen Weg, der ihn auf einen hohen Berg führt und davon, dass Weitblick zu schlauen Erkenntnissen führen kann. Erschienen im niederösterreichischen Verlag Bibliothek der Provinzreiht sich ihr Portrait jetzt zwischen Größen wie Monika Helfer, Michael Köhlmeier, Franz Kabelka oder Tone Fink ein. Zu Recht, denn Natter ist eine talentierte junge Frau, die schon jetzt von sich reden macht. Allein schon deshalb, weil ihr erstes Bilderbuch bereits zwei Wochen nach Erscheinen nachgedruckt werden musste. Die 300 Stück waren ausverkauft.
Natter teilt sich das Arbeiten auf. Die halbe Woche verbringt sie im Büro beim Landesverband der Amateurtheater Vorarlberg, wo sie als Assistentin der Geschäftsleitung arbeitet. Die andere Hälfte bleibt zur freien Verfügung, um genügend Zeit für Projekte zu haben. Derzeit schreibt die tatentierte Jungautorin an einem Jugendbuch. Oder besser, sie überarbeitet das Manuskript gerade, bevor sie es ihrer Literaturagentin übergibt.
Ansonsten steht in der WG, in der sie mit zwei anderen jungen, kunstbezogenen Frauen lebt, regelmäßig kreativer Unfug auf dem Programm. „Unterwasserwelt“, lautete das Motto, um das sich beim letzten Mal alles drehte. Basteln, nähen, dichten, Blödsinn machen, einfach Spaß haben – das treibt den schöpferischen Prozess voran. Lachen beflügelt das Bauchgefühl, und davon hat Natter ganz viel. Ebenso wie Ideen im Kopf, die sie einfach so von der Straße klaubt, weil sie immer mit offenen Augen auf der Suche nach Inspiration ist. Und niemals gegen die eigene Intuition gehen, dann passiert Großartiges, wie Blumen aus Tintentropfen und missionierte Zwerge, die über den Ladentisch gehen wie warme Semmel. Aber so ist das eben, wenn sie nebenbei in Dumplings beißt.

(Rezension in den Vorarlberger Nachrichten vom 21. Dezember 2021)


https://epaper.vn.at/menschen/2021/12/20/auf-mission-mit-einem-zwerg.vn