Angelika Kaufmann – Die frühen Zeichnungen
Angelika Kaufmann
ISBN: 978-3-99126-285-5
30,5×21,5 cm, 72 Seiten, zahlr. farb. Abb., fadengeheftetes Hardcover | limitierte Aufl. (100 Expl.)
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Kurzbeschreibung
»Angelika Kaufmann – Die frühen Zeichnungen« erscheint in einer auf 100 Exemplare limitierten Auflage.
Vor einigen Monaten entdeckte Angelika Kaufmann im Archiv eine Mappe mit ihren frühesten gültigen Zeichnungen. Diese Blätter geben Einblick in ihre künstlerische DNA, die in der weiteren Entwicklung von einer mehr konzeptuellen Auffassung des künstlerischen Handelns ergänzt wird.
Das Konvolut umfasst etwa 50 Blätter in feiner Federzeichnung, teils aquarelliert und zusätzlich mit Prägedruck bearbeitet. Die Arbeiten stammen aus der Zeit zwischen 1962 und 1970, wobei der Hauptteil in den ersten beiden Jahren entstand. Sie erzählen von magisch verträumten, phantastischen Begebenheiten und Erscheinungen, die von großer Sensibilität und Empathie zeugen. […]
Angelika Kaufmanns Schaffen ist im Ganzen gesehen sehr breit aufgestellt. Sie bewegt sich zwischen den Feldern der interpretativen – beziehungsweise nacherlebenden Zeichnung im Bereich von Poesie und Prosa, der konzeptuellen graphischen Arbeit und dem Gestalten von Kinderbüchern. Ihr Werk bearbeitet Überlagerung, Faltung, Durchmischung mit Text, textiles Gestalten in konzeptueller und feministischer Hinsicht, Installation und Schriftbilder. In diesen Bereichen hat sie schon früh Grundlegendes geleistet. Ihre große Liebe zur Literatur und zu den Büchern äußert sich nicht zuletzt in ihrer beeindruckenden Publikationsliste. […]
Die meist nahe gesehene Natur in ihren einfachsten Erscheinungsformen bildet den Ausgangspunkt für viele Blätter. Mit interessiertem Staunen erforscht sie biomorphe Strukturen von Holz, spürt der Maserung nach und verfolgt die Ansätze von Ästen, wobei nicht klar wird, ob diese Gestaltungen direkte Reflexe auf die gesehene Wirklichkeit darstellen oder eher Schöpfungen sind, die derartige Gebilde mittelbar aus der Erfahrung naturähnlicher Phänomene entstehen lassen. […]
(Berthold Ecker in dem die Publikation
begleitenden Text „Menschen sind eben auch nur Tiere“)
[artedition · Verlag Bibliothek der Provinz]
Rezensionen
Klaus Schreiber: [Rezension]Der Rezensent meinte, als er auf diesen Titel stieß, eine neue Publikation über das Werk der fast gleichnamigen und von ihm sehr geschätzten Malerin des 18. Jahrhunderts vor seinen alten Augen zu haben, was sich freilich als Lesefehler entpuppte, schreibt sich letztere, Angelika Kauffmann, doch mit einem doppelten f. Das ist aber kein Grund, den großformatigen Bildband nicht kurz vorzustellen, der in den 1960er Jahren (dazu ein einziges von 1970) entstandene Blätter der vielfach ausgezeichneten österreichischen Künstlerin Angelika Kaufmann (*1935) enthält. Daß der Band im Verlag Bibliothek der Provinz in dem Dorf Großwolf[g]ers bei Weitra in Niederösterreich (direkt an der Grenze zu Tschechien) erscheint, hat seinen Grund darin, daß bei ihm die zahlreichen von der Künstlerin illustrierten Kinderbücher erschienen. Damit haben freilich die hier reproduzierten, ganz überwiegend nicht-gegenständlichen Zeichnungen nichts gemein, die in der Bildlegende mit Angabe von Titel (häufig freilich Ohne Titel), Maßen und Jahr beschrieben und in dem von Berthold Ecker verfaßten Vorwort Menschen sind eben auch nur Tiere (S. 5–8) vorgestellt werden. Der Anhang enthält ein umfangreiches Auswahlverzeichnis der Ausstellungen von 2023/22 zurück bis 1963 und eine Liste ihrer Publikationen/Illustrationen von 2024 bis 1970 und sowie knappe Informationen über die an dem Buch beteiligten Personen.
Abgesehen davon, daß der Rezensent eine ihm bisher unbekannte Künstlerin kennenlernen konnte, hat ihn das genannte Versehen bewogen, sich noch vor Weihnachten 2025 eine neue Brille anpassen zu lassen.
(Klaus Schreiber, Rezension für IFB [Informationsmittel für Bibliotheken] № 34 (2026),1[01])
https://informationsmittel-fuer-bibliotheken.de/showfile.php?id=13483