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Robert Streibel präsentiert sein neues Buch „Krems – Das Ende der Verdrängung“ in Krems

Fr 07. Jun 2024 um 18:30


Ort:

Gesundheitszentrum Goldenes Kreuz
Langenloiser Straße 4
3500 Krems an der Donau

Kurzbeschreibung

BUCHPRÄSENTATION | WENN STRAẞEN UND PLÄTZE IHRE GESCHICHTE ERZÄHLEN
ROBERT STREIBEL · »KREMS – DAS ENDE DER VERDRÄNGUNG«
Freitag, 7. Juni 2024, 18.30 Uhr
Goldenes Kreuz, Langenloiser Straße 4, 3500 Krems an der Donau
Moderation: GR ELISABETH KREUZHUBER
Begrüßung: Bgm. Mag. PETER MOLNAR

Wer sich der Geschichte einer Stadt nähert, der muss zu einer Erkundung aufbrechen.
Der genius loci ist jedoch ein stummer Geist.
Es braucht HistorikerInnen, die diesen Geist zum Sprechen bringen.

(Erich Hackl)


ROBERT STREIBEL
KREMS – DAS ENDE DER VERDRÄNGUNG
Verlag Bibliothek der Provinz
ISBN 978-3-99126-206-0

Krems hat viele Besonderheiten zu bieten, ausnahmsweise sind hier nicht die Altstadt, die Kirchen und Kapellen und der Wein gemeint. Krems hat das Privileg, einem würzigen Senf den Namen zu geben. Krems ist auch ein historischer Boden, nicht nur für die Grenze zwischen den Römern und den Germanen, nicht nur als Durchzugsort der Nibelungen, sondern auch als nationale Stadt. Hier fand Georg Ritter von Schönerer nicht umsonst Zuflucht nach der Freilassung aus dem Gefängnis, hier wurde bei einem Gauturnfest zum ersten Mal der sogenannte „Arierparagraph“ zur Anwendung gebracht und der Erfinder der Turner und „Forscher“ Franz Xaver Kießling starb hier, nicht nur vom „Völkischen Beobachter“ als Vorkämpfer betrauert. Er hatte auch bis weit in die Gegenwart (bis 2019) ein Ehrengrab.

Krems war 1932 die erste Stadt mit einem nationalsozialistischen Bürgermeister. Nach einem Bombenanschlag am 19. Juni 1933 auf eine Hilfspolizeieinheit aus christlich-deutschen Turnern wurde die NSDAP in ganz Österreich verboten. Krems stellte mit Hauptmann Josef Leopold für einige Jahre den Gauleiter der illegalen NSDAP in Österreich. Krems wurde zur Gauhauptstadt von Niederdonau ernannt. In Krems-Stein befand sich das größte Zuchthaus auf dem Gebiet der Ostmark und in Gneixendorf in der Nähe von Krems befand sich das größte Kriegsgefangenenlager STALAG XVIIB mit drei Mal so vielen Inhaftierten als Krems Einwohner zählte. In Krems waren SS, SA und Wehrmacht für das größte sogenannte „Endzeitverbrechen“ am 6. April 1945 an Häftlingen des Zuchthauses Stein verantwortlich.

Am 6. Mai 1945 fand in Krems das letzte Gedenken an Adolf Hitler im großdeutschen Reich statt. Krems ist auch eine Stadt der Gegensätze, denn es gibt nur wenige Städte und Orte, wo es in Kontinuität seit 1945 immer zumindest einen kommunistischen Gemeinderat gab. Die lange Zeit verdrängte und verschwiegene Geschichte der Stadt möchte dieses Buch einladen zu entdecken.


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