Am Ende der Sprachkultur?
Über das Schicksal von Schreiben, Sprechen und Lesen
Josef Haslinger
edition seidengasse: Karl Kraus Vorlesungen zur Kulturkritik
ISBN: 978-3-902416-01-8
21,5×12,5 cm, 60 Seiten, Hardcover
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Kurzbeschreibung
Kann es sein, dass unser Begriff von Sprachkultur etwas zutiefst Vordemokratisches hat? Im Grunde wäre das nicht verwunderlich nach einem Jahrhundert von Bücherverbrennungen, Sprachverordnungen und Umbenennungen von Straßen, Plätzen, Städten, ja Ländern und Völkern. Unsere Geschichte war eine Aufeinanderfolge von Gesellschaften, in denen Sprache immer nur verordnet wurde. Unwillkürlich denken wir zum Begriff Sprachkultur eine normative Instanz dazu, einen Sprachrichter, der die Grenzlinie zwischen richtig und falsch, gut und schlecht, plus und minus anzugeben vermag. Wir können nicht lassen von unserem Traum, es möge irgendwo eine unbestreitbare Instanz on Wahrheit geben, und ahnen doch längst, dass es überall dort, wo eine solche Instanz auftritt, nur insofern um Wahrheit geht, als sich damit ein prächtiges Machtspiel veranstalten lässt sich damit ein prächtiges Machtspiel veranstalten lässt.
[edition seidengasse · Karl Kraus Vorlesungen zur Kulturkritik, Band 1 |
Hrsg. für die Kulturabteilung der Stadt Wien von Hubert Christian Ehalt]