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Granit

Das Land vor dem Winter | Waldviertel

Gerhard Trumler, Adalbert Stifter

ISBN: 978-3-85252-024-7
30×28 cm, [154] Seiten, zahlr. Abb.: Duplexdr., Hardcover m. Schutzumschl.
69,00 €
Momentan nicht lieferbar



Kurzbeschreibung

ÖSTERREICHISCHER STAATSPREIS
für »DAS SCHÖNSTE BUCH ÖSTERREICHS« 1994



Granit – Das Land vor dem Winter beschreibt das Waldviertel, eine mythische Kultlandschaft, als Ort kreativer Stille und Einsamkeit, deren photographische Schilderung zu einer unwiderstehlichen Liebeserklärung des Autors geworden ist.

Er kennt, wie kaum ein anderer, die introvertierte Landschaft des Waldviertels in ihrer herben Schönheit, die in den letzten Jahrzehnten immer mehr die Menschen in ihren Bann zu ziehen vermocht hat. Seit Jahren durchstreift der Autor mit seiner Kamera beredte Wälder und verschwiegene Gasthäuser, belichtet kantige Bauerngesichter und geduckte Wohnstuben, hält in seinen Photographien den mühevollen harten Alltag der Bauern fest. Die Bilder sind stille Erzählungen, ethnologische Prosa, sie dokumentieren – ohne Pathos – eine untergehende und oft schon untergegangene Welt.

Das „Land vor dem Winter“ ist jene geistig verinnerlichte Landschaft der Menschen, der Wälder, der Steine und einer großen Stille, um welche die Würde des Übersehenen ist.

Wenn man sie anschaut, und wenn man Stifters Naturschilderungen erlebt, so ist es, als wäre es gut, sich endlich fallenzulassen, endlich zuzulassen, daß geschehen wird, was geschehen soll.


[Photogr.: Gerhard Trumler \
»Bunte Steine : Granit« / Adalbert Stifter]


Rezensionen
Die Zeit: Die Spur der bunten Steine

In der Tiefenpsychologie sagt man dazu: paradoxe Intervention. Eine solche stellen die irritierenden Granitblöcke für die Landschaft des niederösterreichischen Waldviertels dar. In diesem Landstrich gleiten Wälder und Äcker gelassen dahin, erheben sich Berge und Hügel wellenartig aus den Niederungen. Alles fließt. Und plötzlich steht mitten im Wald wieder so ein silbrig glitzerndes Steingebilde aus Quarz, Feldspat und Glimmer und schneidet ein freches Gesicht.

Auf keinen Dichter hat die Gegend nördlich der Donau solchen Eindruck gemacht wie auf Adalbert Stifter, aus dessen hingebungsvoller Naturprosa die Begleittexte zu Gerhard Trumlers inzwischen mehrfach ausgezeichnetem Photoband „Granit – Das Land vor dem Winter – Waldviertel“ stammen. (Allerdings hat Stifter das benachbarte Mühlviertel und den Böhmerwald beschrieben, nicht das noch rauhere Waldviertel.) Auf Trumlers Bildern von fast holographischer Nähe erlebt man ein Land, dem man zu jeder Jahreszeit den Frost ansieht, den es auszuhalten hat. Der zweite Blick des Photographen geht in die Bauernhöfe und Gemischtwarenläden, durch Fensterglas und in die Regale, zur Arbeit auf den Äckern und in den Werkstätten. Auch da die gleiche Entdeckung wie an den bunten Steinen und den zarten Gräsern, die sie umwuchern: Das Ewige wehrt sich erfolgreich gegen das Neue.

(Rezension in der Zeit vom 16. Februar 1996)

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 




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