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Meine Dampfeisenbahn

Fahrdienstleiter und Photograph

Gerhard Trumler

ISBN: 978-3-99028-413-1
26,5×23 cm, 104 Seiten, zahlr. Abb.: duotone, Hardcover m. Schutzumschl.
28,00 €
Lieferbar

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Kurzbeschreibung

In der Ferne tanzen Garben von glühenden Funken aus den Schloten der Dampflokomotiven, mächtigen schnaubenden Ungeheuern, welche einzig die Kraft besitzen, jene hunderte Tonnen schweren Güterzüge zu bewegen. Es ist ein nur langsames und nur tastendes Fortkommen über die unzähligen Gleise und Drahtzüge der Signale, pfauchend tobt unheimlich und funkensprühend ein stählerner Drache aus der Dunkelheit hervor, lässt den Boden beben und verschwindet, wie er erschienen ist. Kurze Zeit später nur beginnen die Schienen zu singen und wiederum stampft ein unabsehbar langer Güterzug vorbei, dröhnend und zischend die Lok, rollend und ächzend die Güterwaggons.


Diese mitreißende Liebeserklärung des renommierten, international gefeierten Photographen Gerhard Trumler an die längst verklungene Zeit der Dampfeisenbahn entführt uns auf eine außergewöhnliche Reise − aus der sehr persönlichen Sicht des jungen Fahrdienstleiters ebenso wie auch aus der skurrilen Perspektive eines Fritz von Herzmanovsky-Orlando, aus der kritischen Betrachtung Theodor Fontanes, oder aus dem Blickwinkel des «Waldbauernbuben» Peter Rosegger. In poetischen Texten und herausragenden, atmosphärisch dichten Schwarz-Weiß-Bildern versucht der Autor und Photograph mit feinstem Gespür für Szenen und Stimmungen das Unmögliche − das Festhalten des Dahingegangenen, des Verschwundenen, − und es gelingt ihm vorzüglich.


Rezensionen
Gregor Auenhammer: Die Nostalgie der Nostalgie

Der dampfende Eisenbahn-Bildband von Gerhard Trumler

Sie müssen wissen, gnädige Frau, gnä' Herr, der Herr Fotograf war früher einmal Fahrdienstleiter, damals, als der Schienenverkehr noch via Telefonat geregelt wurde, als Gleise mit Petroleumlampen abgeschritten und kontrolliert wurden, als Weichen und Signale im Stellwerk mit mächtigen Hebeln mechanisch über oft hundert Meter lange Drahtzüge bedient wurden. „In der Ferne tanzen Garben von glühenden Funken aus den Schloten der Dampflokomotiven, mächtigen schnaubenden Ungeheuern, die Schienen beginnen zu singen, dröhnend und zischend.“

Nicht zufällig heißt Gerhard Trumlers neues Œuvre Meine Dampfeisenbahn, zeigt es doch des Bilderpoeten erste Profession und frühe Obsession. Bewundernswert kunstvoll hat der sensible Seismograf des zu Bewahrenden, der Dokumentationsleiter der langsam aussterbenden Dinge sich bibliophil seiner Herzensangelegenheit, der Eisenbahn, angenommen.

Begnadet erzählen kann er auch, der einstige Fahrdienstleiter, der Züge dirigierte, bevor er Jus studierte, bei der Flugsicherung im Himmel Weichen stellte und als Fotograf seine Bestimmung fand, Chronist der Mächtigen (wie Kreisky & Co) und Bewahrer des Schönen und Guten wurde. Wie ein Magier erweckt er die alte Welt wieder zum Leben, der ewig Neugierige, angereichert mit einem Glossar und einer Collage über das sagenhafte Tarockanien Herzmanovsky-Orlandos. „G'schamster Diener, Maître Trumler, merci!“

(Gregor Auenhammer, Rezension im Standard-Album vom 19. Dezember 2015)

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 




Weitere Bücher des Autor*s im Verlag:


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Alte Mühlen – Südtirol und Trentino


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