Warenkorb
0€ 0

Kurzbeschreibung

[Enzyklopädie des Wiener Wissens ; XXIV. – edition seidengasse]


Hausnummern sind ein so selbstverständlicher Bestandteil unseres Alltags, dass es kaum denkbar scheint, dass diese erst einmal erfunden und zuweilen gegen Widerstände durchgesetzt werden mussten. In Wien gab es nummerierte Listen von Häusern bereits mit dem Hofquartiersbuch von 1566, doch waren diese Nummern nicht auf den Häusern angebracht, genauso wenig wie jene Zahlen, die den Häusern in den Steuer­anschlagbüchern ab 1749 zugeteilt wurden. Einen ersten Vorschlag, eine sichtbare Hausnummerierung einzuführen, gab es 1753, dieser wurde jedoch verworfen.

Erst im Zuge der Einführung der »Seelenkonskription« – eines neuen Rekrutierungssystems, verbunden mit einer Volkszählung – wurden 1770/71 in den westlichen Provinzen der Habsburgermonarchie und damit auch in Wien die Häuser nummeriert. Diese sogenannten »Konskriptionsnummern« wurden mit roter Farbe auf die Wände gemalt und es wurden sämtliche Häuser der Stadt – des heutigen Ersten Bezirks – beginnend mit eins durchnummeriert. Die gewählte Methode hatte den Nachteil, dass Änderungen im Häuserbestand dazu führten, dass die Nummern in Unordnung gerieten, weswegen 1795 und 1820 Umnummerierungen stattfanden und jahrzehntelang über die Schwierigkeiten, in Wien eine Adresse zu finden, geklagt wurde. Erst mit der Einführung der Orientierungsnummerierung von 1862 konnte dieses Problem behoben werden. Die Konskriptionsnummern jedoch blieben – teilweise bis heute – im Inneren der Häuser angebracht und sind weiterhin als »Einlagezahlen« für das Grundbuch von Relevanz.

Das vorliegende Buch behandelt die zuweilen verschlungenen Wege, die die Wiener Hausnummern in ihrer Geschichte durchliefen, von den Anfängen bis hin zum Anbringen der heutigen stahlblauen Tafeln ab dem Jahr 1958 und zu der Adresse »Ballhausplatz 1A«. Der Anhang lädt zu einer »Hausnummernflanerie« ein, die zu Stationen der Wiener Innenstadt führt, an denen heute noch die Reste der historischen Adressierungssysteme sichtbar sind, am Schluss werden jene Hilfsmittel – Häuserschematismen, Konkordanzen und Pläne – angeführt, mit denen eine historische Wiener Adresse lokalisiert werden kann.

Eine Fortsetzung findet das Buch mit der im Internet befindlichen »Galerie der Wiener Hausnummern«, die alle im Buch angeführten Online-Ressourcen verlinkt: http://hausnummern.tantner.net/Wien/



Rezensionen
Christoph Twaroch: Anton Tantner, „Die Hausnummern von Wien“

„Viele für E-Government in Frage kommende Anwendungen bauen auf raumbezogenen Adressen auf. Es besteht daher ein gesamtstaatliches Interesse am Aufbau eines authentischen Adressregisters, das allen Behörden als Basis für ihre E-Government-Anwendungen zur Verfügung stehen soll.“ So die Erläuternden Bemerkungen zur Novelle 2004 des Vermessungsgesetzes, mit der der Grenzkataster um das Adressregister erweitert wurde (AB 309/A BlgNR 22.GP). Das Buch „Die Hausnummern von Wien“ beschäftigt sich aus Wiener Sicht mit einem speziellen Bestandteil der Grundstücksadresse, der Hausnummer und ihrer Geschichte seit ihrer Einführung im 18. Jahrhundert.

Die (entstehenden) Staaten des 18. Jhdts hatten großes Interesse, ihre Untertanen und deren Besitzungen durch Verzeichnisse und kartographische Darstellungen zu kontrollieren. Im Zuge der Einführung der „Seelenkonskription“, eines neuen Rekrutierungssystems verbunden mit einer Volkszählung, wurden 1770 in der ganzen Habsburgermonarchie die Häuser nummeriert und mit Konskriptionsnummern versehen.

Auslöser für die Einführung der Hausnummern war, die Einhebung von Steuern sowie die Rekrutierung für das Heer zu erleichtern. Vorrangiges Ziel war die Schaffung eines neuen Rekrutierungssystems, das potentiell alle männlichen Untertanen zu Wehrpflichtigen machen sollte. „Verkauft“ wurde die Häusernummerierung der Bevölkerung als Mittel zur Verbrechensbekämpfung: Die Maßnahme sei „blos allein zu besserer Ausfindigmachung derer verdächtig liederlich und gefährlich Leuten abgeziellet“. Es „beschehe lediglich zu beybehaltung der ruhe, und Sicherheit“, um die Stadt „rein“ zu halten von „sich einschleichende gefahrliche, oder verdächtige Leute.“

Das Buch zeigt anhand der Hausnummern von Wien den Beginn der Kontrollgesellschaft, das wachsende Interesse der Herrschenden an den Untertanen, ihrem Denken und Handeln. Mit der Nummerierung der Häuser war eine „Verortung“ der Untertanen möglich. Sämtliche Häuser der Stadt und ihrer Vorstädte wurden beginnend mit eins durchnummeriert. Änderungen im Hausbestand machten das System bald unübersichtlich und führten zu Umnummerierungen in den Jahren 1795 und 1820. Mit der Eingemeindung der Vorstädte und dem Abbruch der Stadtmauer ab 1850 vergrößerte sich die Unübersichtlichkeit der Hausnummern. Mit dem Volkszählungsgesetz von 1857 wurde verfügt, dass für Städte „auch eine gassenweise Numerierung stattfinden“ könne. Mit der Einführung der Orientierungsnummern 1862 wurde dieses Problem behoben und mit der Hinzufügung der Postleitzahl im Jahr 1966 die heutige Postadresse geschaffen.

(Christoph Twaroch, Rezension in: VGI : Österreichische Zeitschrift für Vermessung & Geoinformation, [#?], S. 231)


Helga Maria Wolf: Anton Tantner, „Die Hausnummern von Wien“

„Selbstverständlichkeiten“ sind nicht selbstverständlich. Der Historiker Anton Tantner zeigt dies ausführlich am Beispiel der Hausnummern. Der erste Versuch zur Einführung in Wien – der bald ad acta gelegt wurde – datiert in das Jahr 1753. Preußen war (zumindest teilweise) einige Jahre früher daran, in den 1750er Jahren Madrid und Triest. Acht verschiedene Systeme wurden angewendet. Der Autor bezeichnet das 18. Jahrhundert als „Jahrhundert der Klassifikation“, in dem etwa auch der schwedische Naturforscher Carl von Linné Pflanzen, Mineralien und Tiere in ein System zu bringen begann.

Man könnte glauben, dass die Häusernummerierung der Orientierung halber eingeführt wurde. Gründe dafür waren jedoch Steuereinhebung und Rekrutierung. Bis in die Barockzeit halfen Hausschilder mit klingenden Namen und mehr oder minder künstlerischen Darstellungen, sich in der Stadt und in den Vorstädten zurechtzufinden. Zur Unterscheidung gab es in jeder Vorstadt eine Bezeichnung nur einmal, und leicht variiert, z.B. ein goldenes und ein blaues Einhorn. Ein Schildregister, das 1795 erschien, als die große Zeit der Hauszeichen schon vorbei war, verzeichnete „80 Adlerschilde, 60 Baumschilde, 30 Bären- und 100 Bauernschilde.“

Als die Zentralstellen der Monarchie 1753 die Häusernummerierung einführen wollten, argumentierten sie dies mit der Maßnahme der Verbrechensbekämpfung. Doch noch waren die Widerstände stärker. Der Wiener Magistrat fürchtete die Verunzierung der Stadt, die Adeligen, dass ihre Häuser wie jene des Volkes beschriftet werden sollten, und die Hausbesitzer wollten die Kosten nicht tragen. 1770 begann „die Adressierung Wiens“ probeweise in Simmering und in den Vorstädten des heutigen 6. Bezirks. Die Arbeiten dauerten ein halbes Jahr und umfassten 1340 Häuser in der Stadt und 3615 in den Vorstädten. Handlanger pinselten die Nummern mit schwarzer Farbe aus Ruß und Leinöl an die Fassaden. Bald lernten die Wiener die Nützlichkeit der Neueinführung zu schätzen. Schon im Jänner 1771 inserierte im Wienerischen Diarium ein verkaufswilliger Realitätenbesitzer, welche zwei Häuser (mit Nummern- und Schildangabe) er veräußern wollte. Wenig später suchte jemand sein entlaufenes „Bologneserhündl“ mit blauen Augen und schwarzer Schnauze. Man möge es gegen Finderlohn zu einer genau angegebenen Adresse bringen.

Die Häusernummerierung erwies sich Änderungen gegenüber als nicht flexibel. Man hatte einfach die Gebäude der Reihe nach bezeichnet, auf Neubauten oder Zusammenlegungen aber keine Rücksicht genommen. In der Inneren Stadt war nach einem Vierteljahrhundert eine Neunummerierung notwendig, eine zweite erfolgte 1820. In manchen Vorstädten wechselten die Ziffern fünf Mal. Mit der Eingemeindung der Vorstädte ab 1850 und dem Abbruch der Basteien ab 1858 war ein neues System – mit Straßennamen – unumgänglich. Wien hatte inzwischen 500.000 Bewohner und mehr als 12.000 Häuser. Der Unternehmer Michael Winkler ließ 1862 einen Plan drucken und stellte die Tafeln her. Das System war wohl durchdacht. Er unterschied Längs- und Querstraßen, die eckige bzw. ovale Schilder erhielten. Eckige ührten iin das Zentrum, ovale um dieses herum. Von der Stadt ausgehend waren rechts die geraden, links die ungeraden Nummern zu finden. Straßentafeln wurden an Enden und Kreuzungen angebracht. Die Schilder bekamen bezirksweise verschiedenfarbige Umrahmungen, die Innere Stadt rot, der 2. Bezirk violett usw. Nach der Eingemeindung der Vororte 1890–1892 gab es nicht genug verschiedene Farben, sodass die Tafeln in den Außenbezirken alle rot umrandet waren. So blieb es in Wien bis 1923, dann lösten blaue Emailleschilder mit weißer Schrift die Zinktafeln ab. An Stelle der Frakturschrift trat die leichter lesbare Antiqua.

Ein achtseitiger Bildteil zeigt Beispiele aus allen Zeiten und Bezirken. Außerdem hat der Verfasser einen Anhang zusammengestellt, der „Hilfestellung zur Identifizierung von Häusern mittels Konkordanztabellen und Plänen“ bietet. Leichter ist es allerdings, die Links im Internet aufzurufen. Ein weiterer Anhang lädt zur „Hausnummernflanerie“ durch die Innenstadt ein. So sieht man am Kohlmart 11 eine alte – in roter Farbe aufgemalte – Konskriptionsnummer. Gegenüber ist sowohl die 1862 angebrachte Ausführung zu sehen, als auch eine moderne blau-weiße Nummerntafel. In der Steindlgasse 4 gibt es Hausname und -nummer. Ballgasse 8, die bürgerliche Tischlerherberge, hatte lange Zeit die höchste Wiener Konskriptionsnummer, nämlich 1343.

(Helga Maria Wolf, Rezension im Austria-Forum vom 20. November 2017)


https://austria-forum.org/af/Kunst_und_Kultur/B%C3%BCcher/B%C3%BCcher_%C3%BCber_%C3%96sterreich_2017/Tantner_-_Hausnummern


Lisa Wölfl: Wie die Nummern an die Häuser kamen

Der Staat begann im 18. Jahrhundert Straßen systematisch zu erfassen. Die Orientierung hat dabei keine Rolle gespielt

Marc-Aurel-Straße 9, 1010 Wien. Das ist die Adresse der Falter-Redaktion. Möchte ich den Weg dorthin wissen, kann ich die Adresse auf einem Stadtplan suchen oder sie – viel wahrscheinlicher – in meine App eintippen, und schon weiß ich genau, in welchem Haus die Redaktion sitzt. Das ist alles andere als selbstverständlich, denn Hausnummern gibt es erst seit dem Ende des 18. Jahrhunderts.

Eine Maßnahme zur Verbrechensbekämpfung – so sollten den Wienerinnen und Wienern die Hausnummern verkauft werden, als die Diskussion 1753 zum ersten Mal aufkam. Die Obrigkeit befürchtete starken Widerstand des Volkes und legte den Plan erst einmal auf Eis. Die Nummerierung verzögerte sich zwar, das Argument der Verbrechensbekämpfung aber setzte sich durch. Wir sind in der Zeit der Habsburgermonarchie, Maria Theresia regiert Österreich, Böhmen und Ungarn. Bisher musste man die Leute auf der Straße nach einem bestimmten Haus, nach einer bestimmten Person fragen und der Briefträger hatte es auch nicht leicht.

Das 18. Jahrhundert war das der Systematisierung, der Klassifizierung. Pflanzen und Tiere wurden erfasst und eingeordnet. Es war nur eine Frage der Zeit, bis der moderne Staat auch die Untertanen systematisieren wollte. Das Ziel: der „policirte“ Staat. „Im 18. Jahrhundert erlebte das Nummerieren eine massive Ausweitung. Es wurden Häuser, Fiaker, Sänften und selbst Polizisten nummeriert“, sagt Anton Tantner, Dozent an der Universität Wien und Haunummernenthusiast. Seit seiner Dissertation vor bald 15 Jahren beschäftigt er sich mit den Wiener Hausnummern, publiziert Bücher, hält Vorträge.

Bei der Hausnummerierung ging es weder darum, die Orientierung für das Volk zu erleichtern, noch darum, es vor Verbrechen zu schützen. Steuern eintreiben, Soldaten rekrutieren – das waren die vorrangigen Ziele. „Bei der Seelenkonskription sind nicht nur die Häuser nummeriert, sondern gleich Listen mit den Namen von den Männern angelegt worden. Das war für militärische Zwecke wichtig. Frauen wurden zwar erfasst, allerdings ohne ihre Namen.“

Seelenkonskription. Das ist der Name der 1770er-Aktion, im Rahmen derer Kommissare jedes Haus der Habsburgermonarchie abklapperten, die Bewohnerinnen, die Bewohner und sogar das Zugvieh in Tabellen erfassten und an jeder Fassade eine Hausnummer aufmalten. Ortschaftsweise wurden fortlaufende Nummern vergeben. Ganz Wien wurde also mit einer Zahlenreihe beschriftet, bei den Vorstädten fing man jeweils wieder bei 1 an.

Wir stehen vor dem Bundeskanzleramt, Adresse Ballhausplatz 2. Der Himmel ist grau, Regenschauer angesagt, Tantner ist vorbereitet: schwarze Haube, oranger Schal, orange-schwarze Schlechtwetterjacke. Das ist gut, denn das Bundeskanzleramt ist erst der Anfang eines zweistündigen Spaziergangs, den Tantner vor bald zehn Jahren konzipiert hat. Er führt durch die Innenstadt und zeigt die versteckten Spuren der alten Hausnummern. An der Außenwand des Ballhausplatz 2 ist in goldenen Lettern eine „19“ befestigt. „Das ist die Konskriptionsnummer“, erklärt Tantner. Das heutige Bundeskanzleramt war also das 19. Haus in Wien, das 1770 beschriftet wurde.

Nicht einmal vor den Palästen des Adels wurde haltgemacht. Hier regte sich der Widerstand. Adelige fanden es unerhört, dass ihre Familien genau wie alle anderen Untertanen erfasst und ihre Schlösser wie jede einfache Hütte nummeriert wurden. Damit waren die Seelenkonskription und die Konskriptionsnummer, die an den Häusern angebracht wurde, eine Methode der Gleichmachung zwischen den Ständen. Dass die Hausnummern politisch waren, bewies nicht zuletzt die Nummerierung der jüdischen Häuser mit römischen Ziffern, während alle anderen arabische Zahlen trugen. „Auch bei der Volkszählung wurden ‚jüdische Seelen‘ in eigenen Formularen erfasst. Dass jüdische und christliche Menschen gleich sein könnten, war damals undenkbar“, sagt Tantner. Zumindest in Wien musste man sich nicht darum kümmern – hier war es Jüdinnen und Juden ohnehin verboten, ein Haus zu besitzen.

Bis auf den Adel nahmen die Wienerinnen und Wiener die Hausnummern ohne großes Tamtam an. In anderen Städten stieß die neue Maßnahme aber auf wenig Beifall. In böhmischen Städten wurden Hausnummern etwa mit Kot beschmiert. Geändert hat das nichts.

Dass die ortschaftsweise Nummerierung eher unflexibel war, hat man schnell gespürt. Hat eine Familie ein neues Haus im Vorort gebaut, bekam das Grundstück die nächste freie Konskriptionsnummer. Das neue Haus, das vielleicht zwischen den Hausnummern 17 und 18 gebaut wurde, erhielt beispielsweise die Nummer 329. Das sorgte für Verwirrung und erschwerte die Orientierung maßgeblich. Seit der Einführung der Nummern im Jahr 1770 mussten wegen solcher Probleme die Zahlen immer wieder geändert werden. Ein schönes Beispiel sieht man heute noch in der Steindelgasse 4 im ersten Bezirk. Zunächst wurde dem Haus die Konskriptionsnummer 1242 zugeordnet, 50 Jahre später war es die Nummer 429. Die Nummer 4, die das Haus bis heute behalten durfte, verdankt es den USA. Dort wurde die gassenweise Nummerierung als Erstes eingeführt und fand so nach Europa.

Hausnummern nehmen wir schon lange nicht mehr als Überwachung wahr, auch wenn sie ursprünglich genau das waren. Sie nützten uns unterm Strich mehr, als sie schaden. Tantner nennt ein weiteres Beispiel: „Straßenlaternen kann man mit Überwachungskameras vergleichen. Sie wurden im 17. Jahrhundert eingeführt, um das ‚lichtscheue Gsindl‘ fernzuhalten. Es gab in der Geschichte immer wieder Aufstände, bei denen Straßenlampen zerstört wurden. Im 18. Jahrhundert gab es dann ziemlich heftige Strafen, wenn jemand zum dritten Mal, eine Lampe zerstört. Das ging bis zum Abhacken der Hand.“ Da sind wir schon wieder am Ballhausplatz 2. Konskriptionsnummer, zwei Lampen neben den Toren und eine Überwachungskamera.

Alle Technologien der letzten Jahrhunderte. Der Ballhausplatz ist aber auch ein Beispiel dafür, wie sich das Volk solche Maßnahmen aneignen kann. Es ist Anfang 2000, die erste schwarz-blaue Regierung bildet sich gerade, da entsteht eine neue Hausnummer: Ballhausplatz 1a. Eine Gruppe von Regierungsgegnerinnen und -gegnern errichteten eine „Botschaft für besorgte Bürgerinnen und Bürger“, um gegen die Koalition zu protestieren. Dank der fiktiven Hausnummer bekam die Aktionsgruppe regelmäßig Briefe und Solidaritätsbekundungen.

(Lisa Wölfl, Rezension im Falter #10/2019, S. 37)


https://www.falter.at/falter/rezensionen/buch/771/9783990286128/die-hausnummern-von-wien