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Kurzbeschreibung

[Útěk před smrtí, dt. Übers. von Bernhard Riepl. Hrsg. von Robert Streibel]


Am 2. Februar 1945 sind aus dem Block 20 in Mauthausen rund 500 Gefangene, überwiegend sowjetische Offiziere, geflohen. Es handelte sich dabei um sogenannte K-Häftlinge. Gemäß des Kugel-Erlasses vom März 1944 sollten aus deutschen Kriegsgefangenenlagern entwichene Offiziere sowie ranghöhere Unteroffiziere nach ihrer Ergreifung getötet werden. Der Massenausbruch aus Mauthausen war der einzige in der Geschichte der NS-Terrorherrschaft.

In Jaroslav Hojdars Geschichte haben die Opfer Namen und viele eine Geschichte. Wie meint der grauhaarige Oberst vor dem Massenausbruch zu den versammelten Häftlingen: „Viele von uns werden ums Leben kommen. Es ist möglich, dass wir in diesem Kampf fast alle sterben. (…) Jetzt nehmt voneinander Abschied und tauscht die Adressen der euch Nahestehenden aus.“





Freies Radio Freistadt-Sendung „Im Gespräch“ vom 19. Januar 2018, Redakteurin: Eva Schermann, mit Übersetzer Bernhard Riepl zu „Flucht vor dem Tod“


Rezensionen
C.G.: Die Hasenjagd überlebt

Jaroslav Hojdar, geboren 1933 in Südböhmen, erzählt in seinem Roman vom Schicksal des Alexandr Manuilovic Michejenkov, genannt Sascha, der die „Mühlviertler Hasenjagd“ im Februar 1945 überlebt hat. Der Autor kam in den 1960er-Jahren in Kontakt mit Sascha, dessen Angaben er in Mauthausen nachrecheriert hat, für ein lebendiges Stück Zeitgeschichte.

(C. G., Rezension in der KirchenZeitung Diözese Linz vom 9. Mai 2019, S.28)