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Kurzbeschreibung

„Kurzenbach“ möchte ein Stück satirischer Heimatroman sein, möchte den Begriff „Heimat“ in Richtung „Vertrautes & Angeborenes“ deuten. Fremdes wird argwöhnisch beäugt, weil es die gewohnte Ordnung und das angestammte Gefüge durcheinanderbringt und sei es nur durch den Zuzug einer Künstlerin aus einem anderen Bundesland in ein kleines Dorf wie Kurzenbach. Fremdes birgt für viele auch immer die Gefahr, dass alteingesessene Spielregeln plötzlich neu aufgestellt werden müssen. Der Roman ist reine Fiktion, alle handelnden Personen sind frei erfunden und doch mag man vermeinen, der einen oder anderen schon irgendwo einmal begegnet zu sein.

Die Absolute der Bürgermeisterpartei scheint gehörig zu wackeln, ein Pakt mit seinem freiheitlichen Anglerfreund Rudi Wasitzky scheint die einzige mögliche Option, umso mehr, als Lambert Zuser eines Tages unerwarteten Besuch erhält. Ein gewisser Miroslav Antic der geheimnisvollen „Market Center Group“ möchte in Kurzenbach ein Einkaufszentrum errichten, der Bürgermeister möge ihm doch ein brachliegendes Grundstück am Fluss in Bauland umwidmen. Das wäre die einzige Möglichkeit, die wirtschaftliche Talfahrt zu stoppen und seine Wiederwahl als Bürgermeister zu garantieren …
Unstimmigkeiten mit seiner Frau Hannelore und seiner Schwiegermutter Eleonore, die seit dem Tod ihres Mannes, des früheren Bürgermeisters von Kurzenbach, im Haus von Lambert Zuser wohnt, sowie den erwachsenen Kindern Susanne und Herbert halten den Bürgermeister auch privat auf Trab. Und zu allem Überdruss wird Kurzenbach auch noch von einer Biberplage heimgesucht, ein Umstand, der den Ort in Biberfreunde und Bibergegner spaltet und zu einem heiklen Wahlkampfthema zu werden droht …



Rezensionen
Katrin Schinewitz: Das Landleben schreibt seine eigenen Geschichten

Wahl-Waldviertler Wolfgang Kühn präsentiert seinen Debüt-Roman „Kurzenbach“ […]

Wenn man über 40 Jahre in einer ländlichen Region wohnt, dann erlebt man so einige erzählenswerte Dinge. Dieser Ansicht ist zumindest Mundartpoet und Autor Wolfgang Kühn, der in seinem Roman „Kurzenbach“ die Geschichte einer kleinen Weinbaugemeinde erzählt.
Die Flachlandsaga ist gerade im Regionalverlag „Bibliothek der Provinz“ erschienen. In der Geschichte dreht sich alles um Lambert Zuser, der mit 25 Jahren Amtszeit der am längsten amtierende Bürgermeister des Bundeslandes werden möchte. Allerdings scheint sein Traum durch politische Mitstreiter, parteiinterne Unstimmigkeiten, familiäre Probleme und zuletzt noch eine aufgetauchte Biberplage ins Wanken zu geraten. Dank einer zugezogenen Künstlerin und einem ausländischen Investor gibt es jedoch Hoffnung für den Protagonisten.

„Frei“ erfunden
Die Romanfiguren und auch die Schauplätze seien zwar allesamt erfunden, aber „dass sich vielleicht manche Episoden in der einen oder anderen Form tatsächlich ereignet haben“, streitet der Autor nicht ab. „Der Roman ist gedanklich im oberen Kamptal angesiedelt“, erzählt der geborene Badner, der zurzeit in Zöbing bei Langenlois wohnt. In der fiktiven Gemeinde „Kurzenbach“ spielt das Thema Weinbau daher ebenso eine große Rolle wie in der Heimatregion des Autors.

Mundarttexte
Wolfgang Kühn, der bereits seit 1975 im Waldviertel lebt, ist zuletzt vor allem mit seinen Mundarttexten und seinen Anthologien zu den niederösterreichischen Vierteln aufgefallen. Bis jetzt hat er sich hauptsächlich an kurzen Texten versucht. Nun wagte er sich mit „Kurzenbach“ auch an seinen ersten Roman. Kühn ist ein literarischer Allrounder. Er ist Mitbegründer des „ultimativen Magazins“ (DUM) und des internationalen Kulturfestivals „Literatur & Wein“ in Langenlois. Mit seiner Band „Zur Wachauerin“ hat er bereits um die 200 Konzerte im In- und Ausland gespielt. […]

(Katrin Schinewitz, Rezension im Kurier online veröffentlicht am 28. Oktober 2021)


https://kurier.at/chronik/niederoesterreich/krems/das-landleben-schreibt-seine-eigenen-geschichten/401785895


Doris Necker: [Rezension zu: Wolfgang Kühn, „Kurzenbach“]

[…] Zu einer Zeit, in der die Politik noch nicht Chat-verseucht ist, werden „Geschäfte“ gerne im Wirtshaus besprochen, sofern es solche noch gibt.
Lambert Zuser, Langzeitbürgermeister der kleinen Weinbaugemeinde Kurzenbach möchte mit fünfundzwanzig Jahren Amtszeit der am längsten dienende Amtsinhaber seines Bundeslandes werden. Die wirtschaftliche Talfahrt des Ortes, die daraus Kapital schlagende poltische Konkurrenz, parteiinterne Querelen, dazu familiäre Turbulenzen und nicht zuletzt eine unerwartet aufgetauchte Biberplage rücken das Ansinnen des Bürgermeisters in weite Ferne.
Doch plötzlich tauchen mit einer aus Salzburg zugezogenen Künstlerin und einem ausländischen Investor vereinzelt Silberstreife am Horizont auf … […]

(Doris Necker, Rezension in den Bezirksblättern Krems, online veröffentlicht am 12. November 2021)


https://www.meinbezirk.at/event/krems/c-literatur-buch/wolfgang-kuehn-liest-aus-seinem-buch-kurzenbach_e757174


Niederösterreicherin: [Rezension zu: Wolfgang Kühn, „Kurzenbach“]

Der Mundartpoet und Musiker Wolfgang Kühn legt mit der Flachlandsage [sic], angesiedelt im Wald- und Mostviertel, seinen ersten Roman vor, der das Leben und die Menschen am Land augenzwinkernd porträtiert. Ein satirischer Heimatroman, in dem Fremdes argwöhnisch beäugt wird, sei es auch nur durch den Zuzug einer Künstlerin aus einem anderen Bundesland. Der Roman ist reine Fiktion, alle handelnden Personen sind frei erfunden und doch mag man meinen, der einen oder anderen schon irgendwo einmal begegnet zu sein.

(Rezension erschienen im Magazin Niederösterreicherin, 8. Jg., Nr.10, Dezember 2021/Jänner 2022, S. 128)