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Kurzbeschreibung

LAND AB – LAND AUF
Land-Flucht
Land-in-Sicht
Land-Sehnsucht
Land-Suche
Land-Sucht
Land-Zuflucht


Kennst du den Ort, der still und friedlich
auf saftig grünen Matten liegt …


… so beginnt ein „Zellerlied“, das vom gebürtigen Zeller und späteren Kulturdirektor von Oberösterreich, Karl Pömer, im Jahr 1953 getextet und komponiert wurde. Und friedlich liegt er ja wirklich da unser Ort, über den, wie natürlich auch anderswo in den vergangenen Jahrhunderten, die Stürme der Geschichte hinweggebraust sind, und der seit 1976 Bad Zell heißt und sich seither zu einem beliebten Zentrum der Region „Mühlviertler Alm“ zusammengewachsen hat. Aber das soll man ja nicht zu laut sagen, um die positiven Entwicklungen der anderen neun Gemeinden der Mühlviertler Alm nicht allzu sehr zu schmälern. Ja, und was die Stille betrifft, die in früheren Jahren oft auch als eine diskrete Umschreibung von „Fadesse“ verwendet wurde, kann man heutzutage gar nicht hoch genug schätzen. Womit wir schon bei den saftig grünen Matten wären, und wo auch noch die – je nach Jahreszeit – in allen erdenklichen Farben schimmernden Wälder noch zu ergänzen wären. In den Zeiten der coronabedingten Ausgangs- und Reisebeschränkungen stand uns, vorher manchmal belächelten „Landeiern“, die Natur in all ihrer Pracht und Herrlichkeit zur Verfügung. Und das 356 Tage und rund um die Uhr! Davon konnten die Stadtmenschen nur träumen. Und so ist aus der oft zitierten „Land-Flucht“ nun so etwas wie eine „Land-Sucht“ geworden, die die Menschen wieder zum Wohnen ins Grüne zieht, weil sie erlebt haben, wie gesundheitlich zuträglich und heilsam Mutter Natur sein kann, wenn plötzlich der gesamte Lebensalltag völlig umgekrempelt wird. In diesem Sinne wünsche ich allen, die sich auf die Suche nach friedlicher Stille und wohltuender Natur begeben sowie uns allen, dass wir immer auf „Land in Sicht“ hoffen und vertrauen können.


„Geschichte ist fad“, das kann man immer wieder aus dem Mund von gelangweilten Schülerinnen und Schülern hören. Auch manche Erwachsene erinnern sich mit Schaudern an die eigene Schulzeit, an die vielen Kaiser, Könige und Kriege. Und dann noch die vielen Jahreszahlen auswendig lernen ... Was haben wir mit also der Geschichte zu tun? Oder was hat die Geschichte mit uns zu tun? Ist doch alles längst vergangen, vergessen, vorüber!
Die Kinder leben in der Gegenwart. Die Jungen in der Zukunft. Die Alten in der Vergangenheit. Sagt man. Auch wenn viele sagen, die Vergangenheit soll man ruhen lassen, irgendwann wird sie uns immer einholen. Geschichte hat sich nicht einfach irgendwo abgespielt. Geschichte ist überall zu finden. In unserem Ort. Vor unserer Haustür. In unseren Familien. Wir sind ein Teil der Geschichte, dieser Geschichten. Alles hat seine und alle haben ihre Spuren hinterlassen, Spuren, auf denen wir von der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft wandeln.
Ganz ohne Jahreszahlen geht es zwar auch dieses Mal nicht, aber sie haben in diesem Fall sehr viel mit unserem Ort und daher mit uns selbst zu tun. Vielleicht sind sie dadurch leichter erträglich. Auswendiglernen muss sie ja sowieso niemand. Das vorliegende Buch ist eine Ergänzung oder Fortsetzung des Buches „BAD ZELL – Unterm Ellerberg“, erschienen 2011. Es beginnt mit den Ereignissen in Zell während der beiden Weltkriege, weil man nicht über Geschichte schreiben kann, ohne auf jene Jahre einzugehen, die für so viele Menschen Not, unendliches Leid und Tod gebracht haben. Die Folgen jener Gräuel und die Trauer darüber sind auch noch in unserer heutigen Zeit spürbar. Wir alle sollten schon den kleinsten Anfängen menschlicher Barbarei mit Entschlossenheit entgegen treten. Und Lokalgeschichte ist die Basis für Geschichtsbetrachtung, meinte kürzlich ein Historiker. Dem kann ich zustimmen.

(Zita Eder)