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Kurzbeschreibung

[HERBSTNEUERSCHEINUNG. Sie sehen hier eine Vorschau. Der Titel ist in Vorbereitung und erscheint voraussichtlich Mitte Oktober 2022.
Nachbesserungen am Website-Eintrag zum Buch vorbehalten.
Der Verlag Bibliothek der Provinz nimmt Ihre Vorbestelllung bereits gerne entgegen.]



Die einhundert Jahre umfassende Erzählung ist Familiengeschichte und gleichzeitig ein Zeitdokument von besonderer Qualität und allgemeiner Gültigkeit.
Der Roman spiegelt die genaue Beobachtung und den liebevollen Blick der Autorin auf menschliche Stärken, Schwächen, Wünsche und Ängste vor dem Hintergrund tiefgreifender politischer und wirtschaftlicher Veränderungen über die heutigen Landesgrenzen hinweg.



Wäre im Jahre 2015 nicht eine Chronik über den Ort Mautern an der Donau erschienen, in dem meine Großeltern Jahrzehnte verbrachten, hätte ich wahrscheinlich nie angefangen über ihr Leben zu recherchieren. Den Anstoß dazu gaben mir die Herausgeber dieser lokalen Zeitgeschichte, die zwei Jahre vor deren Erscheinen mit der Bitte um Fotos oder andere Dokumente meine Großeltern betreffend an mich herantraten. Das Ergebnis meiner Auseinandersetzung mit dem Thema ist dieses Buch. Es erzählt vom Leben meiner Großeltern im Kontext der zeithistorischen Entwicklungen. Es war mir dabei ein Anliegen, die geschichtlichen und politischen Hintergründe, die ich für die Handlung meiner Erzählung als relevant erachtete, miteinzubeziehen. Möglicherweise ist mir dies nicht durchgehend geglückt. Historiker mögen mir deshalb gnädig gesinnt sein.
Ausgangspunkt meiner Forschung war das, aus dem Familiennarrativ stammende Zitat: ›Der Opa ist nach dem 1. Weltkrieg nach Ungarn gefahren, um die Monarchie zu retten. Das ist ihm nicht gelungen, aber dafür hat er die Oma nach Österreich mitgebracht.‹
Zufällig hatte ich 2013 Familiendokumente übernommen, die mir Details aus dem Leben meiner Großeltern erschlossen, über die sie selbst nie gesprochen hatten, und deshalb auch mir ganz neu waren. Im vorliegenden Text folgte ich den großelterlichen Lebensstationen über zeitliche und räumliche Grenzen hinweg entlang der vorhandenen Papiere. Nur wenn dies nicht möglich war, nahm ich mir die literarische Freiheit, die Handlung so zu beschreiben, wie sie theoretisch hätte verlaufen können.
Mein Anliegen ist es, die Lebensgeschichte meiner Großeltern vor dem Vergessenwerden zu bewahren. Die jahrelange Recherche und meine Auseinandersetzung mit ihrem Leben wurden für mich zu einer spannenden Reise zu meinen eigenen Wurzeln. Ich bin dem Schicksal dafür dankbar, dass meine Großeltern die Herausforderungen, vor die sie ihr Leben stellte, meistern konnten, sodass sie zu meinen Großeltern wurden. Lieben gelernt habe ich die beiden schon, als ich noch ein Kind war. Richtig kennengelernt habe ich sie erst durch meine Auseinandersetzung mit ihrem Leben.
(Maxa H. Danesi in der Einleitung)