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Kurzbeschreibung

[Hrsg.: Österreichisches Volksliedwerk unter Mitarbeit der Volksliedwerke der Bundesländer.
Red.: Erna Ströbitzer in Zusammenarbeit mit Irene Egger und der Wissenschaftlichen Kommission des Österreichischen Volksliedwerkes.
Mit Beiträgen von Marie-Theres Arnbom, Annemarie Bösch-Niederer, Volker Derschmidt, Klaus Dorfegger, Irene Egger, Bernhard Gamsjäger, Rudolf Gstättner, Sandra Hupfauf, Konrad Köstlin, Konrad Kuhn, Anna Larl, Jasmin Linzer, Walter Meixner, Katharina Pecher-Havers, Manuela Rathmayer, Else Schmidt, Heimo Sprenger, Erna Ströbitzer, Wolfgang Veith, Maria Walcher, und Sarah Weiss.]


Der erste Teil des vorliegenden 71. Bandes des Jahrbuchs des Österreichischen Volksliedwerkes bietet eine Nachlese zur Sommerakademie des Österreichischen Volksliedwerkes 2021, die unter dem Motto „Volkskultur als Dialog: Volksmusik und Volkslied und/als Moderne“ von 25. bis 28. August in Gmunden stattgefunden hat. Marie-Theres Arnbom diskutiert im ersten Artikel das Fremde im Fremdenverkehr des Salzkammerguts. Die Sommerfrische als beliebter Rahmen für Volkskulturforschung thematisiert anschließend Konrad Köstlin. Der Beitrag von Sandra Hupfauf bietet Einblick in ihr Forschungsprojekt zum Tiroler Abend und nimmt die Zwischenkriegszeit in den Fokus. Zwei weitere Referate beschäftigen sich mit Tanzmusik, die dazugehörenden Tonbeispiele sind auf der Homepage des Österreichischen Volksliedwerkes nachzuhören.1 Während Volker Derschmidt Landler-Rhythmen in Oberösterreich beschreibt und damit auch sein Selbstverständnis als Tanzmusiker, (Feld-)Forscher, Volksmusikpfleger und Vermittler dokumentiert, vergleicht Else Schmidt die unterschiedlichen Aufnahmen der Topporzer Kreuzpolka zu der in mehreren Auflagen erschienenen Publikation Alte Tänze für junge Leute. Ein spannendes Plädoyer für den produktiven Umgang mit Volksmusik im schulischen Musikunterricht hält danach Katharina Pecher-Havers. Klaus Dorfeggers Bericht über das Projekt Hergouth! beschließt die Rubrik zur Sommerakademie.
Der zweite Teil des Jahrbuchs umfasst Beiträge zum Projekt „Die Rolle der Volksliedwerke in Österreich“, das die Aufarbeitung der Institutionsgeschichte der Volksliedwerke und deren Protagonisten zum Ziel hat. In diesem Jahr dokumentiert Heimo Sprenger das Leben des Pädagogen, Chorleiters und Volksliedsammlers Balthasar Schüttelkopf. Den Beginn in der Rubrik „Beiträge aus Forschung und Praxis“ machen Anna Larl, Manuela Rathmayer und Konrad J. Kuhn, die die Forschungsgeschichte zum Volkstanz in Tirol und dessen Pflege kritisch untersuchen. Danach folgt Walter Meixner den Spuren der Vorarlberger Sängerin Anna Maria Schoder, die 1937 am Ravag-Volksliedersingen in Bludenz teilnahm. In Nachrufen werden die Leben bedeutender Persönlichkeiten aus Forschung und Musizierpraxis gewürdigt − 2021 sind Nora Caba, Joachim Pfefferkorn, Walter Kraxner, Roswitha Meikl und Cornelia Mayer von uns gegangen. Der langjährigen Leiterin des Vorarlberger Volksliedarchivs Annemarie Bösch-Niederer wünschen wir mit einer Bibliografie alles Gute für die Pension! Die Berichte der Volksliedwerke in den Bundesländern und forschungsverwandter Institutionen dokumentieren deren vielfältige Tätigkeiten, Projekte und Aufgaben in Vermittlung, Archivarbeit und Publikationswesen. Der abschließende Rezensionsteil bietet Einblick in interessante Neuerscheinungen aus dem Bereich Volksmusik- und Brauchforschung sowie Musikalia und Tonträger.
(Erna Ströbitzer zum Inhalt)

1 https://volksliedwerk.at/jahrbuch71.